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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Definition Dürre

Unter Dürre wird ein Mangel an Wasser verstanden, verursacht durch geringe Niederschläge und/oder durch erhöhte Verdunstung infolge hoher Temperaturen oder durch Wind. Entsprechend ihrer Auswirkungen gibt es unterschiedliche Bezeichnungen.

Definition Dürre (DWD)

Meteorologische Dürre:

ein bis zwei Monate trockener als üblich.

Landwirtschaftliche Dürre:

zwei und mehr Monate zu trocken, die Folge sind Ernteeinbußen infolge unzureichender Wasserversorgung der Pflanzen.

Hydrologische Dürre:

ab vier Monaten, betroffen sind Pegel und Grundwasser. Die Wasserstände fallen unter einen Normalwert. Wasserreserven im Grundwasser, in Seen und Talsperren fallen unter statistische Kennwerte.

Darüber hinaus existieren je nach Anwendungsbereich weitere Definitionen, z. B. sozioökonomische Dürre, forstwirtschaftliche Dürre usw.

Mögliche Folgen von Dürren sind:

  • Niedrigwasser in Fließgewässern.
  • Geringe Wassermengen in Talsperren und Seen.
  • Zu geringe Grundwasserneubildung, dadurch Engpässe in der Wasserversorgung.
  • Unzureichende Wasserversorgung von Pflanzen, dadurch beispielsweise geringere Ernten.
  • Waldbrand- und Flurbrandgefahr.
  • Bodenerosion, Sand- und Staubstürme.

Beitrag zur meteorologischen und hydrologischen Dürre 2016-2017 aus dem Jahresbericht 2017 des HLNUG

DWD: https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?nn=103346&lv2=100578&lv3=603288