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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Geologie

Im Blickpunkt: Geologiedatengesetz für die sichere Endlagersuche

Das HLNUG setzt das neue Gesetz um.

Grabengeologe nimmt Daten auf

© HLNUG

Bei Entscheidungen von Bund und Ländern, die auf den Gesteinsinformationen des Untergrundes beruhen, sorgt das Geologiedatengesetz (GeolDG) für Sicherheit ­– so auch bei der Auswahl eines Endlagerorts für hochradioaktive Abfälle in Deutschland. Aus seinem großen Datenschatz hat das HLNUG dafür zahlreiche geologische Daten für Hessen an den Bund geliefert. Das GeolDG regelt dabei neu, wie die Landesaufnahmen geologische Daten für ihre Bundesländer empfangen, dauerhaft sichern und öffentlich zur Verfügung stellen. Es schafft dadurch Transparenz bei der Entscheidung und schützt zudem die Eigentumsrechte von Unternehmen, die Daten erheben. Mithilfe der Informationen der Landesaufnahme hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) im Oktober 2020 auch hessische Teilgebiete ausgewiesen, in denen sich Gesteine befinden, die für einen Endlagerort in Frage kommen würden.

Aktuelle Geologiedaten werden für zahlreiche Aufgaben der Landesverwaltung immer wichtiger. Für Hessen liefern sie zum Beispiel Informationen, um Erdwärme und Rohstoffe in der Tiefe nachhaltig und umweltverträglich zu nutzen, das Grundwasser zu schützen sowie Risiken wie von Rutschungen zu bewerten.

Der Staatliche Geologische Dienst im HLNUG setzt das GeolDG für Hessen um. Dabei ist die Behörde verpflichtet, Geodaten in vorgegebene Kategorien einzustufen und unter Berücksichtigung festgelegter Fristen öffentlich bereit zu stellen. Auf der Homepage des HLNUG ist die Kategorisierung von Daten, die dem Landesdienst vorliegen, einsehbar.

Weitere Informationen:

www.hlnug.de/geologie/geologiedatengesetz-geoldg