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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Naturschutz

Blutspuren in Dankerode untersucht

Kein Hinweis auf Beteiligung eines großen Beutegreifers an Situation mit ausgebrochenen Schafen und Blutspuren

Wiesbaden, 12.11.2020 – Am Mittwoch, den 11.11.2020 wurde dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) gemeldet, dass in Rotenburg-Dankerode zwei Schafherden aus ihrer Umzäunung ausgebrochen seien. Alle Schafe waren unverletzt, jedoch wurden auf einem angrenzenden Hof Blutspuren gefunden.

Untersuchung vor Ort

Die Situation wurde umgehend vor Ort von einem ehrenamtlichen sachkundigen Wolfsberater im Auftrag des HLNUG dokumentiert. Auf dem Hof sowie der angrenzenden Schafweide wurden keine Hinweise darauf gefunden, dass ein großer Beutegreifer wie Hund oder Wolf in die Situation involviert war und die Herden zum Ausbrechen gebracht hat. In dem Blut auf dem Hof wurden keine Pfotenabdrücke und keine Schleifspuren gefunden.

Nachsuche durchgeführt

Bei einer Nachsuche mit Hilfe eines Hundes wurde kein totes oder verletztes Schaf oder Wildtier gefunden. Ob ein im benachbarten Wald durch den Hund gefundener Kopf einer Katze mit dem Blut auf dem Hof in Zusammenhang steht, ist unklar.

Analyse von Blutproben

Die hinzugerufene Polizei führte anhand der Blutspuren auf dem Hof einen Schnelltest durch. Dieser ergab, dass das Blut nicht von einem Menschen stammt. Eine weitere Blutprobe wurde durch den Wolfsberater genommen. Diese wird genetisch untersucht, um festzustellen, welcher Tierart das Blut zugeordnet werden kann. Mit den Analyseergebnissen ist im Laufe der kommenden Woche zu rechnen.

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