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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Pressemitteilung

Der hessische Geothermie-Viewer ist online

HLNUG leistet wichtigen Beitrag zur Unterstützung potentieller Bauherren von Geothermie-Anlagen

Wiesbaden, 21. November 2019 – Sie ist unerschöpflich, überall vorhanden und CO2-frei: Die Rede ist von der Erdwärme oder Geothermie. Um sich über Erschließung und Nutzung dieser wichtigen Heizquelle für Neubauten auszutauschen, treffen sich heute Experten verschiedener Fachrichtungen zum „Geothermie-Forum“ im Rahmen des Zukunftsforums Energiewende in Kassel.

Zu diesem Anlass hat die Abteilung Geologie und Boden des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) unter http://geologie.hessen.de einen freiverfügbaren Geothermie-Viewer veröffentlicht. Dieser gliedert sich in die Teile „Oberflächennahe Geothermie“ sowie „Tiefe Geothermie“ und soll vor allem Bauherren, Planern und Kommunen bei der Standortbestimmung helfen.

Hintergrund
Grundsätzlich gibt es in Hessen überall ein natürliches Potenzial zur Nutzung der oberflächennahen Geothermie mit Erdwärmesonden für einzelne Wohnhäuser, Wohnquartiere und Gewerbeansiedlungen. Die Errichtung von Erdwärmesonden ist stets mit einem Eingriff in das für die Trinkwassergewinnung wichtige Grundwasser verbunden, so dass vorsorgliche Regelungen für Erschließung und Betrieb von Erdwärmesonden notwendig sind. Der innovative Viewer kann hier unterstützen. Er zeigt aktuelle Informationen zu Wärmeleitfähigkeiten im oberflächennahen Untergrund und gibt Informationen über Einschränkungen in Trinkwasser- und Heilquellenschutzgebieten sowie über besondere geologische Eigenschaften des Untergrundes.

Die Nutzung der Tiefengeothermie bis ca. 4 km kann zur Wärme- und Stromversorgung ganzer Stadtviertel erfolgen. Hierzu zeigt der Themenbereich Tiefe Geothermie Kartendarstellungen aus einem dreidimensionalen Untergrundmodell von Hessen („Hessen 3D“). Das Modell wurde in Zusammenarbeit vom HLNUG und der TU Darmstadt (Institut für Angewandte Geowissenschaften) durch die Förderung des Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) erarbeitet. Das 3D-Modell beurteilt hessenweit das tiefengeothermische Potenzial für verschiedene direkte und indirekte Nutzungsarten quantitativ und qualitativ.

Weitere Informationen zum 3D-Projekt finden sich hier: www.hlnug.de/themen/geologie/erdwaerme-geothermie/tiefe-geothermie/geothermisches-potenzial-projekt-hessen-3d
Allgemeine Informationen zur Geothermie in Hessen unter: https://www.hlnug.de/themen/geologie/erdwaerme-geothermie


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