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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Pressemitteilung

Tote Schafe bei Poppenhausen/Abtsroda im Landkreis Fulda wurden von einem Wolf gerissen

Am 19. Oktober 2019 fand ein Landwirt drei seiner Schafe tot auf der Wiese

Wiesbaden, 31. Oktober 2019 - Am 19. Oktober 2019 fand ein Landwirt drei seiner Schafe tot auf der Wiese, eines der Tiere lag außerhalb der Koppel. Es lag der Verdacht nahe, dass hier ein großer Beutegreifer am Werk gewesen war, weshalb der geschulte Rissgutachter des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) hinzugezogen wurde.
Durch den Gutachter wurde der Fall dokumentiert, ebenfalls wurden Genetikproben zur Untersuchung an das Labor für Wildtiergenetik, dem deutschen Referenzzentrum für die Wolfsgenetik in Gelnhausen, geschickt.
Dem für das Wolfsmonitoring in Hessen zuständigen HLNUG liegt nun das Ergebnis vor: an den toten Schafen wurde eindeutig Wolfs-DNA nachgewiesen, d.h. die Tiere wurden von einem Wolf getötet.

Hintergrund:
Im Landkreis Fulda kam es bereits am 15. April 2019 in Mittelkalbach zu einem Vorfall, bei dem mehrere Schafe nachweislich durch einen Wolf getötet wurden.  Dieses Tier wurde damals als Wölfin mit dem Laborkürzel GW1227f identifiziert (GW= GrauWolf, 1227=fortlaufende Nr., f= weiblich).
Diese Wölfin kann aber keinesfalls für die aktuellen Vorfälle verantwortlich sein, da sie am 29.09.2019 nachweislich auf der L3199 im Jossgrund (Main-Kinzig-Kreis) überfahren wurde.
Nutztierhaltern in Hessen wird dringend empfohlen ihre Weidetiere nach guter fachlicher Praxis mit standardgemäßen Stromzäunen zu schützen, denn es muss jederzeit überall in Hessen mit durchziehenden Wölfen gerechnet werden.

 


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