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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Naturschutz

Tote Schafe im Kreis Hersfeld-Rotenburg wurden von einem Wolf gerissen

Ergebnis der genetischen Untersuchung liegt vor

Wiesbaden, 15.10.2019 – Die bei Dens-Nentershausen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg tot aufgefundenen Schafe wurden von einem Wolf gerissen. Das ergab die Untersuchung der von einem geschulten Rissgutachter des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) genommenen Genetikprobe.

Ein Landwirt hatte am 04. Oktober drei tote Schafe vorgefunden. Ein weiteres Schaf musste durch den hinzugezogenen Tierarzt auf Grund seiner Verletzungen eingeschläfert werden. Durch den Gutachter wurde der Fall dokumentiert und eine Genetikprobe zur Untersuchung an das Labor für Wildtiergenetik, dem deutschen Referenzzentrum für die Wolfsgenetik in Gelnhausen, geschickt. Dem für das Wolfsmonitoring in Hessen zuständigen HLNUG liegt nun das Ergebnis vor: An den toten Schafen wurde eindeutig Wolfs-DNA nachgewiesen. Das wildtiergenetische Labor wird weitergehende Analysen durchführen, um herauszufinden, ob die Herkunft des Wolfs ermittelt werden kann.

Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg kam es seit Ende März 2019 bereits zu zwei Vorfällen, bei denen nachweislich Schafe durch einen Wolf getötet wurden: am 30. März bei Alheim/Licherode und am 14. Juni bei Ronshausen. Weitere Verdachtsfälle wurden untersucht, konnten aber genetisch nicht bestätigt werden.

Nutztierhaltern in Hessen wird dringend empfohlen ihre Weidetiere nach guter fachlicher Praxis mit standardgemäßen Stromzäunen zu schützen, denn es muss jederzeit überall in Hessen mit durchziehenden Wölfen gerechnet werden.