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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Pressemitteilung

Tote Wölfin aus Nordhessen identifiziert

Weiterhin zwei sesshafte Wölfe in Hessen

Wiesbaden, 19.06.2020 – Bei einem Verkehrsunfall am Dienstag, 2. Juni ist auf der Kreisstraße 7 zwischen Kaufungen und Helsa (Landkreis Kassel) eine Wölfin getötet worden. Die Analyse der Genproben durch das wildtiergenetische Labor des Senckenberg-Instituts hat nun ergeben, dass es sich um ein Tier handelt, das in Hessen noch nicht in Erscheinung getreten ist. Die junge Wölfin mit der Laborkennung GW1644f (GW= Grauwolf, 1644= Labornummer. f= weiblich) stammt aus der mitteleuropäischen Flachlandpopulation (Haplotyp HW01). Die Annahme, dass es sich um die in Nordhessen sesshafte Wölfin GW1409f handeln könnte, hat sich damit nicht bestätigt: Es gibt weiterhin zwei sesshafte Tiere in Hessen.

Neben dem Vogelsberg hat Hessen seit April 2020 ein zweites Wolfsterritorium im Umkreis des „Stölzinger Gebirges“. Ein weibliches Tier hält sich dort seit mehr als einem halben Jahr auf und gilt somit als sesshaft. Die Wölfin, die ein Auto an der Kreisstraße 7 angefahren hatte, ist dagegen in Hessen bisher genetisch nicht nachgewiesen worden. Der Straßenverkehr wird Wölfen immer wieder zum Verhängnis: In Hessen waren seit 2011 neun Wölfe an hessischen Straßen in Unfälle verwickelt, acht wurden dabei getötet. Drei davon kamen an Straßen in Ballungsräumen ums Leben.

Karte der Wolfsvorkommen in Deutschland:

www.dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen/territorien/karte-der-territorien

Weitere Informationen zum Wolf in Hessen auf der Homepage des HLNUG:

www.hlnug.de/themen/naturschutz/tiere-und-pflanzen/arten-melden/wolf


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