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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Naturschutz

Untersuchung von Blutspuren abgeschlossen

Kein Hinweis auf Beteiligung eines großen Beutegreifers

Wiesbaden, 20.11.2020 – Zu dem am 11. November 2020 gemeldeten Fall von Blutspuren auf einem Hof in Rotenburg-Dankerode (PM vom 12.11.2020) liegen dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) neue Erkenntnisse vor: Genetische Untersuchungen einer Probe ergaben, dass das Blut von Rotwild (Cervus elaphus) stammt.

Einschätzung der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW)

Die Untersuchung vor Ort ergab keine Hinweise darauf, dass ein großer Beutegreifer an der Situation beteiligt war, auch wurde trotz Nachsuche kein Kadaver gefunden. Die Spurenlage mit erheblichen Mengen Blut, jedoch ohne Pfotenabdrücke oder Schleifspuren sowie ohne auffindbaren Kadaver sind untypisch für eine Situation, in der ein Wolf ein Tier getötet hat. Zu dieser Einschätzung kommt auch die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW), die die Situation bewertet hat.

Weitere Informationen zum Wolf in Hessen auf der Homepage des HLNUG

Karte der Wolfsvorkommen in Deutschland