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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Maßnahmen im Handel

Preislich reduziertes Anbieten von Waren mit nahendem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)

Für den Lebensmitteleinzelhandel wird das preislich reduzierte Anbieten von Ware mit nahendem Mindesthaltbarkeitsdatum empfohlen. Diese Maßnahme wird bereits in vielen Filialen des Lebensmitteleinzelhandels umgesetzt, kann jedoch optimiert werden, wie Untersuchungen der Verbraucherzentrale Hamburg ergaben.

Vermehrtes Anbieten von loser Ware

Verbraucherzentralen schlagen vor, lose statt abgepackte Ware zur Reduktion von Lebensmittelabfällen anzubieten. Hintergrund ist, dass beispielsweise Obstverpackungen mit nur einem beschädigten oder beeinträchtigen Produkt entsorgt werden, obwohl die restlichen Produkte in der Verpackung noch genießbar sind. Des Weiteren ermöglicht die Vergrößerung eines losen Sortiments bedarfsgerechteres Einkaufen, womit Lebensmittelabfällen auf Konsumentenebene vorgebeugt werden kann.

Überprüfung von Vermarktungs- und Handelsnormen

Es wird eine kritische Überprüfung von Vermarktungs- und Handelsnormen für Obst und Gemüse empfohlen, um Verluste auf anderen Wertschöpfungsstufen zu minimieren. Die Verbraucherzentrale NRW fordert, vermehrt Erzeugnisse mit optischen Mängeln zu akzeptieren, insbesondere solche Waren für die keine Handelsklassen mehr gelten.
 

Alternative Verkaufskonzepte und Vertriebswege

Zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten können lebensmittelproduzierende Unternehmen und Lebensmittelhändler, alternative Verkaufskonzepte und Vertriebswege in Betracht ziehen wie z. B. Verkaufsstellen für Brot und Backwaren vom Vortag.

 

Spenden und weiterverarbeiten

Ein Großteil der Lebensmittelabfäll fällt im Einzelhandel an. Dort werden täglich Produkte über dem Mindesthaltbarkeitsdatum entsorgt. Doch nicht alle diese Produkte sind schlecht. Daher sollten Supermärkte in engem Kontakt zu sozialen Einrichtungen wie den Tafeln oder anderen Suppenküchen stehen, um dort die noch zu verwertenden Produkte zu nutzen.

 

App: Too good to go

Die App „Too good to go“ bildet eine Vermittlung zwischen Kunden und Gastronomen bzw. Händlern. Die Gastronomen können abends angeben was sie vom Tag übrighaben und es für wenig Geld zum Abholen anbieten. Menschen aus der Nähe können dies in der App sehen und sich die sogenannte „Wundertüte“ abholen.