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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Rückgewinnung von Phosphor aus der Asche von Biomasseverbrennungsanlagen in Hessen

Phosphor ist ein limitierter und endlicher Rohstoff, der für alle Lebewesen von essentieller Bedeutung ist. Als Bestandteil der Nahrungskette und von biologischen Prozessen wie zum Beispiel Photosynthese, Energiestoffwechsel oder dem Aufbau von DNA/RNA ist Phosphor durch nichts zu ersetzen. Deutschland besitzt selbst kein abbauwürdiges Phosphat und ist von Importen abhängig. Die abbauwürdigen Phosphate sind jedoch immer stärker mit Schadstoffen wie Schwermetallen verunreinigt und die Ressourcen sind zunehmend erschöpft. Es ist daher notwendig, Phosphor aus verschiedenen Sekundärrohstoffen zurückzugewinnen und so Stoffkreisläufe zu schließen. Dadurch werden die natürlichen Ressourcen geschont und die Abhängigkeit von den wenigen Exportländern minimiert.

In Zusammenarbeit der Hochschule RheinMain mit dem Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) wurde eine Bachelorarbeit mit dem Ziel erstellt, das Phosphorpotential in Biomasseverbrennungsaschen zu ermitteln und den aktuellen Stand der Entsorgungswege der Biomasseverbrennungsaschen darzustellen. Hierzu wurden Betreiber von Biomasseverbrennungsanlagen befragt und die Phosphorgehalte verschiedener Biomasseverbrennungsaschen im Labor ermittelt.

Aufbauend auf eine vorangegangene Masterarbeit wurde schließlich das gesamte Phosphorpotential der hessischen phosphorhaltigen Abfallströme erfasst.