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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Hessischer Erdbebendienst

Live- und Tagesplots


Die in dem aktuellen Seismogramm angegebene Zeit ist immer die Weltzeit (UTC, Universal Time Coordinated: UTC plus 1 Stunde ist MEZ - UTC plus 2 Stunden ist MESZ).

Falls es ein Erdbeben in Hessen gegeben hat, finden sie weitere Informationen dazu unter Aktuelle Ereignisse bzw. eine Beschreibung zu spürbaren Erdbeben unter "In Hessen gespürte Beben".

Die Wellenformdaten und die Metadaten zu den seismologischen Merssstationen des Hessischen Erdbebendienstes können Sie vom deutschen EIDA (European Integrated Data Archive)-Knoten, betrieben von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, erhalten. Die Wellenformdaten besitzen eine Sperrfrist von 90 Tagen.

 

Erdbeben in Hessen

Wenn Sie aktuell ein Erdbebenereignis in Hessen gespürt haben, können Sie diese Beobachtungen durch Ausfüllen des automatisierten Fragebogens dem Hessischen Erdbebendienst mitteilen. Alle Wahrnehmungen von Erdbeben sind wichtig. Diese Daten werden vom Hessischen Erdbebendienst zur Herstellung von Karten über die Auswirkungen eines Erdbebens (makroseismische Karten) verwertet. Schon jetzt danken wir Ihnen für Ihre Mithilfe! Mehr

Erdbebengefährdung in Hessen

Der Hessische Erdbebendienst informiert über die Erdbebengefährdung in Hessen (und DIN4149 bzw. DIN EN 1998-1). Die Messungen des HED dienen der Präzisierung der Erdbebengefährdung für Hessen, auch wenn mit starken Beben in unserem Raum nicht zu rechnen ist. Empfindliche Bauwerke können so für mögliche Erschütterungen ausgelegt werden und außerdem werden Erkenntnisse über die geologische Entwicklung der Region gewonnen. Mehr

Aktuelle Ereignisse

Der Hessische Erdbebendienst informiert über alle messbaren natürlichen Erdbeben in und um Hessen. Es wird eine Übersicht aller Erdbeben des letzten Jahres in tabellarischer und grafischer Form in Echtzeit geführt. Mehr

In Hessen gespürte Erdbeben

Für durch die Bevölkerung großräumig verspürte Erdbeben führt der Hessische Erdbebendienst makroseismische Erhebungen und Auswertungen durch. Aus den von der Bevölkerung ausgefüllten Fragebögen werden bei ausreichender Anzahl makroseismische Karten erstellt. Mehr

Stationsnetz

Zur Detektion und Lokalisierung von Erdbeben in Hessen unterhält der Hessische Erdbebendienst ein umfangreiches hessenweites Stationsnetz.  Informationen zu den einzelnen Messstationen werden regelmäßig aktualisiert. Mehr

Starkbebennetz

Ein Starkbebennetzwerk dient der Überwachung der Auswirkungen von Erdbeben auf Bauwerke. Daher stehen für diese Art von Messungen vor allem die Ballungsräume innerhalb der Erdbebenregionen des Landes Hessen im Fokus. Mehr

Fragen zu Erdbeben

Was ist ein Erdbeben? Wie werden Erdbeben gemessen? Was ist ein Seismometer? Wie werden Erdbeben lokalisiert? Auf dieser Unterseite werden die wichtigsten Begriffe und Fragen zu Erdbeben in Hessen erläutert. Mehr

Projekt SiMoN+

In Zusammenarbeit mit der Goethe Universität Frankfurt führt der Hessische Erdbebendienst das Projekt SiMoN+ durch. Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, die natürliche Seismizität in Südhessen zu untersuchen und zu charakterisieren. Mehr

Wo gibt es Erdbeben in Hessen?

Die Erdbebenaktivität in Hessen wird mit seismischen Stationen des Hessischen Erdbebendienstes (HED) am HLNUG überwacht. Genauere Angaben zu den Stationen des Hessischen Erdbebendienstes finden sie unter Stationsnetz. Die Universität Frankfurt (Facheinheit Geophysik) betreibt eine zum Deutschen Regionalnetz gehörende Erdbebenstation auf dem Kleinen Feldberg/Ts (Taunus Observatorium). Zusätzlich werden zur Zeit 5 Stationen im hessischen Teil des Oberrheingrabens in Zusammenhang mit dem Projekt SiMoN+ betrieben. Seit Ende 2020 werden als Ergänzung des SiMoN+-Projektes vier kostengünstige, temporäre Messstationen im Taunus betrieben.

Die Erdbebenaktivität in Hessen konzentriert sich vorallem auf Südhessen, wo zahlreiche schwache Erdbeben unterhalb der Fühlbarkeitsschwelle registriert werden. Daneben erinnern aber auch immer wieder schwach fühlbare Beben daran, dass Oberrheingraben und Taunus tektonisch noch nicht völlig zur Ruhe gekommen sind.

Die seismische Aktivität im Oberrheingraben ist nicht auf die Grabenrandstörungen beschränkt, sondern füllt den gesamten Graben aus. Herausragend war in dieser Region, von Groß Gerau bis in den Odenwald der sogenannte Erdbebenschwarm von Groß-Gerau von 1869 bis 1871, als etwa 2000, meist schwache, Erdstöße beobachtet wurden. Im Taunus, mit einer Betonung auf dem Südrand und entlang des Mittelrheintals, wird eine weitere Erdbebenhäufung festgestellt. Eine Verteilung der Erdbeben in Hessen ist im Geologieviewer Hessen zu finden. Die zeitliche Entwicklung, wann es in Hessen wo gebebt hat, kann anhand eines Filmes nachvollzogen werden.

Geologisch gesehen ist die Erdbebenaktivität eine Folge des Wechselspiels zwischen dem aus der Kollision von afrikanischer und europäischer Platte resultierenden Spannungsfeld und alten Bruchstrukturen. Allgemeine Erläuterungen zu Erdbeben, finden sie unter Fragen zu Erdbeben, wo die Begriffe zur Beschreibung eines Erdbebens erläutert werden.

Die Erdbebenaktivität im Nordosten unseres Landes ist an den Kalibergbau gebunden. Dabei handelt es sich allerdings nicht um gewöhnliche, so genannte tektonische Beben, sondern um Abbau bedingte Einsturzbeben in Kaligruben, wie beispielsweise den Gebirgsschlag vom 13.3.1989 in der Kaligrube Ernst-Thälmann im Kreis Bad Salzungen in Thüringen.