Logo Land Hessen

Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

SiMoN+: Seismisches Monitoring natürlicher und induzierter Seismizität im nördlichen Oberrheingraben

Jährlich treten im nördlichen Oberrheingraben zahlreiche natürliche seismische Erschütterungen auf. Diese sind von ihrer Intensität allerdings so schwach, dass sie von der Bevölkerung meistens nicht wahrgenommen werden. Alle paar Jahre kommt es zu stärkeren, überregional spürbaren Ereignissen mit größeren Magnituden. In den vergangenen Jahren kam es im Oberrheingraben vereinzelt auch zu seismischen Ereignissen (Mikrobeben), die durch menschliche Eingriffe in den tieferen Untergrund in Verbindung gebracht werden.

Mit dem Forschungsprojekt SiMoN+ wollen das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) im Verbund mit der Goethe Universität Frankfurt untersuchen, ob es einen Zusammenhang und eine Wechselwirkung zwischen natürlicher und menschlich induzierter Seismizität gibt. Übergeordnetes Ziel des Projekts ist es, die natürliche Seismizität in Südhessen zu untersuchen und zu charakterisieren. Hier soll ein hoch-auflösendes Monitoring-System installiert werden, um die natürliche Seismizität der Umgebung detailliert zu erfassen.

In diesem Zusammenhang wurde durch die Goethe Universität Frankfurt ein regionales Messnetz für ein seismisches Langzeitmonitoring im südhessischen Teil des nördlichen Oberrheingrabens aufgebaut. Die Ergebnisse des seismischen Monitorings werden vom HLNUG für die Öffentlichkeit online bereit gestellt.

Das Projekt SiMoN+ ist das Nachfolgeprojekt des SiMoN-Projektes (Seismisches Monitoring im Zusammenhang mit der geothermischen Nutzung des Nördlichen Oberrheingrabens), welches vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages unter der Fördernummer 0325359A/B bis Ende September 2015 gefördert wurde. Das Projekt SiMoN+ wird vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterstützt.