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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Ziele

Detaillierte Kenntnisse der natürlichen Untergrundbewegungen sind Voraussetzung, um Rückschlüsse auf das Verhalten der Erdkruste während eines menschlichen Eingriffs zu ziehen. Dazu müssen die Bewegungsmechanismen der Gesteinsschichten auf aktiven Störungszonen und die daraus sich verändernden Spannungsverhältnisse gemessen werden. Diese Informationen sind notwendig, um abzuschätzen, ob seismische Ereignisse überhaupt menschlich induziert sind.

Primäres Ziel ist die langfristige Auslegung eines Monitoring-Systems in Südhessen. Dieses System soll  Datengrundlage für die Analyse der geologischen, tektonischen und hydraulischen Randbedingungen sowie deren Korrelation mit den Auslösemechanismen der Seismizität liefern. Um die natürliche Seismizität so detailliert wie möglich erfassen zu können, ist eine umfassende, d. h. mehrskalige Betrachtungsweise von seismischen Ereignissen notwendig. Überwacht werden in diesem Zusammenhang

• die aktuelle regionale Seismizität mit Magnituden Mʟ > 2,0

• mikroseismische Ereignisse der Magnituden Mʟ = 0,5 - 2,0

Für die Korrelation der Ergebnisse ist eine Verbindung des regionalen Messnetzes mit einem projektbezogenen Standortmonitoringnetz unerlässlich. Die Daten des SiMoN+ Monitoring-Systems werden in das am HLNUG bestehende seismische Online-Monitoring-Messnetz eingebunden. So können die Daten sinnvoll ausgewertet und analysiert werden.

Das HLNUG wird die gewonnenen seismischen Daten der Öffentlichkeit auf dieser Internetseite bereitstellen. Eingesehen werden können Live-Seismogramme und die zeitnahe Auswertung von seismischen Ereignissen.