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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Messel-Formation

Unter dem Begriff Messel-Formation werden Süßwasser-Sedimente zusammengefaßt, die während der Eozänzeit (vor ca. 50 Mio. Jahren) auf dem Sprendlinger Horst, der nördlichen Verlängerung des Odenwalds, abgelagert wurden. Überwiegend bituminöse Tonsteine - petrographisch nicht ganz korrekt als "Ölschiefer" bezeichnet - bilden das in der Grube Messel aufgeschlossene größte und bekannteste Vorkommen der Messel-Formation. Wegen der ungewöhnlich gut und oft vollständig erhaltenen Fossilien - besonders von Säugetieren - wurde die Grube 1995 auf die Welterbeliste der UNESCO gesetzt. Die Fossilien sind Überreste von Lebewesen, die seinerzeit einen feucht-warmen, paratropischen Lebensraum bevölkerten, vergleichbar mit heutigen tropisch-subtropischen Urwäldern.

Vier weitere, allerdings kleinere Vorkommen der Messel-Formation sind aus der Umgebung der Grube Messel bekannt. Sie liegen bei den Ortschaften Offenthal, Eppertshausen, Groß-Zimmern/Gundernhausen und im Stadtwald von Darmstadt.