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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Verbreitungskarte der Messel-Formation

Obwohl die meisten Vorkommen der Messel-Formation schon im 19. Jahrhundert bekannt waren und z.T. auch lagerstättenkundlich untersucht wurden, liegen von den Vorkommen außerhalb der Grube Messel nur wenige Informationen vor.


In den Archivbeständen des Hessischen Landesamtes für Bodenforschung (HLfB), der Bergbehörden und beim Forschungsinstitut Senckenberg wurden Unterlagen zu über 4000 Bohrungen aus dem Bereich der Blätter 6018 Langen, 6019 Babenhausen, 6118 Darmstadt Ost und 6119 Groß-Umstadt der Topographischen Karte 1:25000 gesichtet. Eine Auswahl der im Zusammenhang mit der Verbreitung der Messel-Formation wichtigsten Bohrungen ist mit Ansatzpunkt und Bohrarchiv-Nr. des HLfB in der Karte eingetragen. Ferner sind Hinweise zur Mächtigkeit der Deckgebirgsschichten - also der Sedimentgesteine, die den Ablagerungen der Messel-Formation aufliegen- vermerkt. Sie umfassen im Bereich des dargestellten Kartenausschnittes Gesteine des Quartärs, des Pliozäns und Miozäns. Gesteine aus dem höheren Eozän oder Oligozän ließen sich bislang nirgends nachweisen. Wenn Bohrungen die Schichten des Deckgebirges durchteuften, finden sich Angaben zu den Gesteinen im Liegenden.

Außerdem sind in der Karte die Ansatzpunkte von Bohrungen eingetragen, die von der Gewerkschaft Messel zwischen 1884 und 1912 auf der Suche nach Ölschiefer-Vorkommen am Ostrand des Sprendlinger Horstes niedergebracht worden waren. Drei dieser Bohrungen, von denen ansonsten keine weiteren Informationen mehr vorliegen, führten zum Auffinden der Vorkommen bei Groß-Zimmern und Eppertshausen.