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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Bohrungen Dritter

Bohrungen müssen gemäß Gesetz über die Durchforschung des Reichsgebietes nach nutzbaren Lagerstätten (Lagerstättengesetz) beim zuständigen Geologischen Dienst angemeldet werden.

 

Der für Hessen zuständige Geologische Landesdienst im Sinne des § 1 des Lagerstättengesetztes ist das HLNUG.

Nach Gesetzeslage besteht

  • eine Anzeige- und Mitteilungspflicht (§ 3),
  • eine Auskunftspflicht mit Zutritt der beauftragten Personen zu Bohrungen (§ 5),
  • eine Berichts- bzw. Kartenvorlagepflicht (§ 6)
  • eine Pflicht zur Aufbewahrung von Belegmaterial (Bohrproben)

Die Bohranzeige über die mit mechanischer Kraft angetriebenen Bohrungen sollte folgende Angaben enthalten:

  1. Bezeichnung der Bohrung;
  2. Bezeichnung des Bohrpunktes durch Rechts- und Hochwerte nach Gauß-Krüger oder einen amtlichen Lageplan (z. B. Topographische Karte 1:25.000 oder Flurstückkarte);
  3. Zweck der Bohrung;
  4. Art der Voruntersuchung, auf Grund derer die Bohrung unternommen wird;
  5. Art des Bohrverfahrens

Nach DIN 4021 Teil A, Kap. 7.3.1 müssen von Bohrungen bei jedem Wechsel der Bodenschichten mindestens aber für jeden Meter wenigstens eine Bodenprobe entnommen werden.

Der Bohrbeginn sollte spätestens 14 Tage vor Bohrbeginn beim HLNUG angemeldet werden. Ein Formblatt zur Anmeldung ist auf dieser Seite zu beziehen. Das Formblatt kann per E-Mail, Fax oder Post dem zuständigen Bearbeiter im HLNUG zugeleitet werden.