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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Erdölförderung und Erdgasspeicherung

In Hessen sind bislang nur im Oberrheingraben geologische Verhältnisse bekannt, die eine wirtschaftliche Gewinnung von Erdöl- oder Erdgasvorkommen mit konventionellen Fördermethoden gestatten. Im Oberrheingraben wird Erdöl schon seit über hundert Jahren gewonnen. In den drei früheren Konzessionsgebieten im hessischen Oberrheingraben wurde zwischen den fünfziger und neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts Erdöl aus der eozänen bis oligozänen Pechelbronn-Gruppe aus Tiefen über 1800 m gefördert. Seit dem Jahr 2017 hat die Firma RheinPetroleum GmbH im Konzessionsgebiet Schwarzbach wieder mit der konventionellen Förderung von Erdöl begonnen.

Erdgas findet sich in sandigen Lagen innerhalb der jungtertiären Abfolge in etwa 500 m und in den Hydrobienschichten bis zu ca. 800 m Tiefe. Von 1955 bis 1979 wurde im Erdgasfeld Stockstadt insgesamt 516,8 Mio. m³, im Erdgasfeld Dornheim zwischen 1957 und 1980 insgesamt 199, 4 Mio. m³ und im Erdgasfeld Eich-Wolfskehlen von 1955 bis 1972 insgesamt 117,9 Mio. m³ Erdgas gefördert.

Heute werden natürliche Fallenstrukturen in Stockstadt und in Hähnlein von der Fa. E-ON SE als Erdgasspeicher genutzt.

Weiterführende Informationen zur Nutzung von Kohlenwasserstoffen (Erdöl und Erdgas) aus konventionellen und unkonventionellen Lagerstätten in Hessen finden Sie hier.