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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Studien- und Abschlussarbeiten am Fachzentrum Klimawandel Hessen

Hitzebelastungen in einem zukünftigen Klima in Hessen

Im Rahmen von zwei Bachelorarbeiten wurde untersucht, wie sich der Klimawandel auf die gesundheitliche Belastung der Bevölkerung durch Hitzestress auswirken kann. Dazu wurde ein einfacher Hitzeindex verwendet, der den Einfluss von Temperatur und Luftfeuchte berücksichtigt. 

 

Skalierung des modellierten Niederschlages für Hessen

Die Auswirkungen des Klimawandels für die Wasserwirtschaft können dramatisch sein. Zur Berechnung von wichtigen Wasserhaushaltsgrößen wie z. B. der Grundwasserneubildung werden Daten benötigt, die von heutigen Klimamodellen noch nicht hinreichend genau dargestellt werden. Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde in bisher drei Bachelorarbeiten untersucht, wie sich die Niederschlagssimulation im regionalen Klimamodell WettReg verbessern lässt. 

 

Evaluierung von Hoch- und Niedrigwasserkenngrößen in Hessen im Modell CCLM

Die Gefahren zukünftiger Hoch- und Niedrigwassersituationen müssen frühzeitig abgeschätzt werden, um über ggf. nötige Maßnahmen zu entscheiden und diese vorzubereiten. Die Abschätzungen für die Zukunft werden dabei aus Simulationen mit regionalen Klimamodellen gewonnen. Ob und wie gut das regionale Klimamodell CCLM diese Kenngrößen darstellen kann, wird in zwei aufeinander aufbauenden Arbeiten untersucht.

 

Bestimmung des Niederschlagsgradienten mit der Geländehöhe im Taunus

Der Niederschlag nimmt im Allgemeinen mit der Höhe zu. Dies ist jedoch von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig und kann sich von einem Gebirge zum anderen oder auch zwischen Nord- und Südseite eines Gebirges unterscheiden. Um eine bessere Datengrundlage für den Höhengradienten des Niederschlages im Taunus zu erhalten, wurden in einer Bachelorarbeit Messdaten aus einem besonders dichten Beobachtungsnetz ausgewertet.

 

Beobachtete Extremereignisse und Klimaveränderungen in Hessen

Die zeitnahe und kontinuierliche Auswertung von beobachteten extremen Wetterereignissen und die Einordnung des aktuellen Wetters in den Kontext des bisherigen Klimas erfüllen das Bedürfnis der interessierten Öffentlichkeit nach aktuellen und belastbaren Aussagen über den bereits eingetretenen Klimawandel in Hessen. Der Praktikumsbericht von C. Weder beschreibt dafür geeignete Klimakenngrößen und präsentiert einige Beispiele. 

 

Katastrophenschutz im Klimawandel

Durch den Klimawandel ist mit der Zunahme bestimmter Extremereignisse zu rechnen, insbesondere mit der Zunahme und Verstärkung von Starkniederschlagsereignissen. Dies erfordert Anpassungsmaßnahmen für die Zukunft bei den Hilfsdiensten, z.B. der Feuerwehr. Für eine Abschätzung der nötigen Anpassung an den Klimawandel muss zunächst der Zusammenhang zwischen Starkniederschlag und Einsätzen der Hilfsdienste systematisch untersucht werden. 

Starkregenereignisse in Hessen und Zusammenhänge zu Wetterlagen

Im Rahmen von zwei Qualifizierungsarbeiten (Master- und Bachelorarbeit) wurde anhand von hochaufgelösten Beobachtungsdaten des Niederschlags (1-5 Minuten) untersucht, welche zeitlichen und räumlichen Charakteristika Starkregenereignisse in Hessen haben, ob und welche Veränderungen erkennbar sind und welche Wetterlagen besonders starkregenanfällig sind.

•    Annika Brieber, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (2018): Statistische Auswertung zeitlich hochaufgelöster Niederschlagsdaten für Hessen
•    Johannes Damster, Justus-Liebig-Universität Gießen (2018): in Erstellung