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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Niederschlag: Häufigkeitsverteilung

In diesem Abschnitt wird der Frage nachgegangen, ob sich die Häufigkeitsverteilung der Niederschlagshöhe im Zeitraum 1961 bis 2010 verändert hat. Hierbei wird das Hessen-Gebietsmittel betrachtet. Die Auswertung findet für das ganze Jahr sowie für die einzelnen Jahreszeiten statt. (Bei letzteren handelt es sich um die meteorologischen Jahreszeiten: Frühling = März, April, Mai; Sommer = Juni, Juli, August; Herbst = September, Oktober, November; Winter = Dezember, Januar, Februar). Außerdem werden noch die beiden hydrologischen Halbjahre untersucht (hydrologisches Winterhalbjahr = November bis April, hydrologisches Sommerhalbjahr = Mai bis Oktober).

In Abb. 9a ist dargestellt, wie oft Jahre mit einer bestimmten Niederschlagshöhe in den letzten 50 Jahren aufgetreten sind. Hierzu werden die Niederschlagswerte der Größe nach sortiert; außerdem sind die Balken, die für die jeweilige Anzahl der Jahre stehen, unterschiedlich gefärbt, je nachdem, ob sie aus dem Zeitraum 1961–1990 (blau) oder 1981–2010 (rot) stammen.

In Abb. 9a ist zu sehen, welche Niederschlagsmengen in den Sommern der letzten 50 Jahre fielen. In der linken Hälfte der Grafik sind die roten und blauen Säulen in etwa gleich verteilt; die höheren Niederschlagsmengen auf der rechten Seite stammen überwiegend aus dem Zeitraum 1961–1990 und traten im jüngeren Zeitraum 1981–2010 selten auf.

Genau umgekehrt verhält es sich beim Winter (Abb. 9b): Hier treten die niedrigen Niederschlagshöhen vorzugsweise im Zeitraum 1961–1990 auf.

Bei den entsprechenden Auswertungen für Frühling, Herbst, Jahr sowie die beiden hydrologischen Halbjahre fällt die Niederschlags-Häufigkeitsverteilung in den beiden 30-Jahreszeitspannen weitgehend ähnlich aus (siehe Abb. 9).