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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Grenzwerte

Im Folgenden finden Sie Verweise auf die wichtigsten Grenzwerte für Schadstoffkonzentrationen in der Luft.

Die Grundlage der Luftreinhaltung bildet in Deutschland das 1974 in Kraft getretene Bundes-Immissionsschutzgesetz, in dem es in § 1 heißt:

Zweck dieses Gesetzes ist es, Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen … zu schützen und dem Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen vorzubeugen.

Die Beurteilung der Luftqualität richtet sich nach definierten Grenz- und Zielwerten. Mit der Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über Luftqualität und saubere Luft in Europa von 2008 wurden die bis dahin geltende Rahmenrichtlinie Luftqualität sowie die 1. bis 3. Tochterrichtlinie in einer Regelung zusammengefasst. Diese neue Richtlinie wurde 2010 - unter Einbeziehung der 4. Tochterrichtlinie - durch die 39. BImSchV in nationales Recht umgesetzt. Die Immissionsbewertung durch bereits existierende Grenzwerte wurde unverändert übernommen. Hinzugekommen ist die Beurteilung der Komponente Feinstaub (PM2,5).

Artikel 1 der Richtlinie 2008/50/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Mai 2008 über Luftqualität und saubere Luft für Europa definiert die Ziele der europäischen Luftreinhaltestrategie wie folgt:

  • Definition und Festlegung von Luftqualitätszielen zur Vermeidung,Verhütung oder Verringerung schädlicher Auswirkungenauf die menschliche Gesundheit und die Umwelt insgesamt;
  • Beurteilung der Luftqualität in den Mitgliedstaaten anhand einheitlicher Methoden und Kriterien;
  • Gewinnung von Informationen über die Luftqualität als Beitrag zur Bekämpfung von Luftverschmutzungen und -belastungen und zur Überwachung der langfristigen Tendenzen und der Verbesserungen, die aufgrund einzelstaatlicher und gemeinschaftlicher Maßnahmen erzielt werden;
  • Gewährleistung des Zugangs der Öffentlichkeit zu solchen Informationen über die Luftqualität;
  • Erhaltung der Luftqualität dort, wo sie gut ist, und Verbesserung der Luftqualität, wo das nicht der Fall ist;
  • Förderung der verstärkten Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten bei der Verringerung der Luftverschmutzung.