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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

LIS-A - LänderInformationsSystem für Anlagen

Das Fachinformationssystem LIS-A (LänderInformationsSystem für Anlagen) ist eine Fachanwendung mit der anlagenbezogene Vollzugs- und Überwachungsdaten von der Immissionsschutzverwaltung verarbeitet und ausgewertet werden. Die Daten dienen unter anderem der Erstellung von Berichten innerhalb der Bundesländer, für den Bund und die EU.
 

Im Herbst 2012 hat LIS-A das Anlageninformationssystem Immissionsschutz (AIS-I) abgelöst, welches seit 1994 in Brandenburg und Sachsen im Einsatz war und 2003 von Hessen übernommen wurde. Ein Ersatz der technisch veralteten, in AIS-I verwendeten Technik wurde notwendig. Ziel war es, die Systemplattform zu modernisieren und auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen.
 

Im Rahmen des Entwicklungsprojektes haben sich die Länder Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen zusammengeschlossen. Berlin ist 2012 der Entwicklergemeinschaft beigetreten.
 

Die fachliche Programmkonzeption berücksichtigt die umfassenden Erfahrungen mit AIS-I, die aktuellen gesetzlichen Anforderungen und die Rahmenbedingungen der beteiligten Länder. Dabei ist den unterschiedlichen organisatorischen und technischen Gegebenheiten Rechnung zu tragen.
 

Das DV-System ist "offen" und gestattet eine Weiterentwicklung hinsichtlich neuer Inhalte und Funktionalitäten. Es nutzt Standardwerkzeuge der Textverarbeitung und Datenbankauswertung und bietet eine umfangreiche Kartenkomponente. LIS-A ist in einer modernen 3-Schicht-Architektur realisiert. Datenbank und Applikationsserver laufen getrennt vom LIS-A Client, welcher auf den jeweiligen Arbeitsplätzen der Behördennutzer installiert ist.
 

In Hessen wird das System vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV), den Regierungspräsidien und dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) genutzt.
 

Die weitere Fortschreibung soll der Anpassung an neue gesetzliche Anforderungen ebenso wie der optimalen Unterstützung der Bearbeiter dienen. Beispielsweise wird durch die zukünftige Einbindung von Messberichtsdaten die Wahrnehmung der Überwachungstätigkeit erleichtert. Dies erfolgt durch das Programm ELIS-A, welches sich momentan im Testbetrieb befindet und ab dem 1. Quartal 2017 zum Einsatz kommen soll.