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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie


In Nordhessen wurde am bei 18.01. nördlich von Spangenberg ein in Hessen bis dahin noch unbekannter Luchs fotografiert. Von diesem Tier gelangen einige Tage später (23. Und 24. Januar) Fotos bei Nentershausen. Wohin der Luchs seinen Weg fortsetzt und ob es sich um ein Weibchen oder einen Kuder handelt hoffen wir bald zu erfahren.

Der Luchs, der seit dem 23. Januar 2019 bei Nentershausen nachgewiesen wurde (Quelle: Dr. Markus Port, Uni Göttingen), hält sich weiterhin dort im Gebiet auf. Mittlerweile sind im Rahmen des Luchs-Projekts Göttingen in Kooperation mit dem HLNUG weitere Fotos des Tieres gelungen. Eines davon gibt eindeutig Auskunft über das Geschlecht des Tieres: es handelt sich um einen Kuder! Dadurch sind die im Stillen von Luchsfreund*innen gehegten Wünsche, es könnte sich um ein paarungsfreudiges Weibchen handeln, leider nicht erfüllt worden.

Seit dem Jahr 2015 hatte es in Hessen keinen erwiesenen Luchsnachwuchs mehr gegeben, vorher waren vier Jahre in Folge Luchswelpen in Nordhessen zur Welt gekommen. Einen großen Bestandseinbruch musste die sehr kleine hessische Luchspopulation seitdem hinnehmen, indem zwei weibliche Tiere zu Tode gekommen waren. Set dieser Zeit hoffen Luchsforscher*innen und andere Interessierte an dieser heimlichen Großkatzenart, dass wieder ein Weibchen den Weg nach Hessen findet und sich hier verpaart. Zwei männliche Tiere durchstreifen Hessen derzeit im Norden, ob sie dauerhaft dort bleiben werden, werden die Untersuchungen der Uni Göttingen gemeinsam mit dem HLNUG hoffentlich zeigen.

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