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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

 

Anfang September 2017 wurde im Odenwaldkreis bei Wald-Michelbach ein Wolf fotografiert. Die beiden ehrenamtlichen MonitoringhelferInnen des Odenwaldkreises, die für das HLNUG Spuren zu großen Beutegreifern sichern und dokumentieren, waren seitdem mehrfach im Einsatz. Die erste genetische Probe, die am 26. September 2017 an einem tot aufgefundenen und im Hals- und Kopfbereich angefressenen Schaf genommen wurde, hat als Ergebnis erbracht, dass hier ein Hund am Werk gewesen war.

Nun gibt es zwei weitere Analyse-Ergebnisse aus der Wildtiergenetik in Gelnhausen, wo alle „Wolfsverdachte“ aus Deutschland analysiert werden: am 10. November 2017 wurde an einem getöteten Schaf und einer getöteten Ziege in Mossautal je eine genetische Probe genommen, sowie am 16. November 2017 an sieben toten und fünf verletzten Schafen in Kailbach-Hesseneck: in beiden Fällen wurde ein Wolf als Verursacher der Risse festgestellt. Die Analyse ergab, dass der Wolf aus der sogenannten mitteleuropäischen Flachlandpopulation stammt. Mit dieser Bezeichnung sind alle Wölfe, die sich in Westpolen, Deutschland und Dänemark seit Anfang der 2000er Jahre wieder ausbreiten, gemeint.

 

Das Umweltministerium informiert hierzu im Rahmen einer Pressemitteilung

Hier erfahren Sie mehr über den Wolf in Hessen