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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Grunddatenerhebung

Dokumentation & Überprüfung 

Die Grunddatenerhebung (GDE) dient zum einen der Dokumentation und Bewertung des derzeitigen Arten- und Lebensraumbestandes und zum anderen als Grundlage für die laufenden Überwachungen des Erhaltungszustandes der Arten und Lebensraumtypen von gemeinschaftlichem Interesse.

Als Grundlage für die Berichtspflicht und das Monitoring sowie für die Maßnahmenplanung wird in den Natura 2000-Gebieten eine Ersterfassung (Inventarisierung) durchgeführt. Vorgaben hierfür wurden gemeinsam vom HMUKLV, den Regierungspräsidien Kassel, Gießen und Darmstadt, der Abteilung Naturschutz des HLNUG (bzw. seinen Vorgängerinstitutionen) und der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland erarbeitet.

Wie werden die Daten erhoben?
In den FFH-Gebieten sind dies vor allem die Flächen der Lebensraumtypen sowie die Vorkommen der Anhang II-Arten. Für die Arten wurden die anzuwendenden Fang- bzw. Nachweismethoden im Vorhinein festgelegt. Für jede Einzelfläche und den Gesamtbestand jedes Lebensraumtyps sowie für den Gesamtbestand jeder Anhang II-Art wird anhand von Bewertungsrahmen der Erhaltungszustand mit A (hervorragend), B (gut) oder C (durchschnittlich oder beschränkt) bewertet.

An weiteren Daten werden flächendeckend die Biotoptypen und die Nutzungen erhoben; selektiv werden vorhandene Beeinträchtigungen erfasst. Außerdem macht der Gutachter auch erste Vorschläge zu erforderlichen Maßnahmen. Die Bearbeitung erfolgt dabei überwiegend im Maßstab 1:5.000, teilweise auch in 1:25.000.

In Vogelschutzgebieten erfolgt eine Bearbeitung üblicherweise im Maßstab 1:25.000. Es werden auf der gesamten Fläche oder auf repräsentativen Teilflächen die relevanten Vogelarten nach Vogelschutzrichtlinie erfasst. Auch hier erfolgt eine Bewertung des Erhaltungszustandes anhand von Bewertungsrahmen. An zusätzlichen Informationen werden flächendeckend die vogelspezifischen Habitate erfasst und selektiv die Beeinträchtigungen. Außerdem macht der Gutachter erste Maßnahmenvorschläge.

Die erhobenen Informationen werden sowohl in genormten Karten (GIS) dargestellt als auch in einer Access-Datenbank geführt und können daher für verschiedene Aufgaben zielgerichtet aufbereitet und ausgewertet werden. Weitere Erläuterungen gibt ein Gutachtentext zu jedem Gebiet. Die Aufträge für die Bearbeitung der einzelnen FFH- und Vogelschutzgebiete vergeben die Regierungspräsidien an fachlich versierte Gutachterbüros.

Fertiggestellte Grunddatenerhebungen sind im NATUREG-Viewer bei den einzelnen Gebieten hinterlegt und können dort eingesehen oder heruntergeladen werden