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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Überwachung und Bewertung

Das HLNUG erfasst den ökologischen Zustand der Bäche und Flüsse in Hessen; dabei untersuchen wir verschiedene Tier- und Pflanzengruppen:

  • Fische,
  • Fischnährtiere (Makrozoobenthos)
  • Wasserpflanzen (Makrophyten)
  • Kieselalgen (Diatomeen)
  • Algen im Freiwasser (Phytoplankton).

Wie die nachstehende Tabelle zeigt, sind sie also im Hinblick auf das Anzeigen möglicher Belastungen unterschiedlich gute Indikatoren. Der Vorteil von biologischen Untersuchungen gegenüber chemischen Untersuchungen liegt darin, dass es keine Einzelmessungen sind. Die vorgefundenen Tiere und Pflanzen leben ja das ganze Jahr im Fluss und würden z.B. bei einem Mangel an Sauerstoff sterben. Dann kann der Biologe/die Biologin diese Art das ganze Jahr nicht mehr finden.

X = gute Indikation
(X) = mäßige Indikation

Die neu entwickelten nationalen Bewertungsmethoden zeigen uns die verschiedenen Belastungen auf die Tier- und Pflanzenwelt der Gewässer an. Dabei wird der ökologische Zustand des Gewässers in 5 Klassen eingestuft. Anhand der vorgefundenen Flora (Wasserpflanzen und Kieselalgen, planktische Algen) und Fauna (Fische und Fischnährtiere) wird geprüft, wie stark die Lebensgemeinschaft von der eines vergleichbaren, unbelasteten Gewässers abweicht.

Zudem wird berücksichtigt, dass jedes Gewässer im natürlichen Zustand (Referenzzustand) bestimmte, charakteristische Lebensgemeinschaften aufweist - beispielsweise  leben in einem Mittelgebirgsbach im Taunus  andere Arten als im Rhein. Die EG-WRRL gibt daher vor, dass allen Gewässern zunächst ein Gewässertyp zugeordnet wird. Die ökologische Bewertung erfolgt dann für die verschiedenen Typen entsprechend unterschiedlich. 

Eine allgemeinverständliche Broschüre mit Informationen zur Fließgewässerökologie, zur Überwachung der Gewässergüte, der Gewässerstruktur etc. findet sich hier.

Wie aus der nachstehenden Tabelle ersichtlich ist, wurden seit dem Jahr 2004 insbesondere die Fischnährtiere, die Fischfauna sowie die Kieselalgen untersucht (Stand: April 2019).

QualitätskomponenteAnzahl der Untersuchungen
Fischeca. 2500
Fischnährtiereca. 3100
Wasserpflanzenca.   650
Kieselalgenca. 2000
Phytobentos ohne Diatomeenca.    35
Phytoplankton        12

Eine tabellarische Übersicht der biologischen Messstellen  finden Sie hier.

In 2019 sind folgende Untersuchungen geplant:

  • Untersuchungen der Fischnährtiere an ca. 330 Messstellen
  • Probenahme der Kieselalgen an ca. 120 Messstellen
  • Auswertung von ca. 90 in 2018 genommenen Proben.
    Eine Karte der Messstellen steht rechts zum Download zur Verfügung.

Unterlagen zu Öffentlichen Ausschreibungen werden jeweils