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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Aktuell

Landesweite Messungen 2016 - 2018

In den Jahren 2016 – 2018 erfolgte die 4. und derzeit aktuellste vollständige abgeschlossene Messreihe.

Die Standardprobenzahl lag bei 17 Messungen im Jahr (siehe Strategie). Eine Ausnahme bildet der Main (bis zu 64 Messungen im Jahr), die Nidda (32 Messungen im Jahr), sowie der Schwarzbach, der seit 2015 zwar nur 12 Mal jährlich, dafür aber in jedem Jahr beprobt wird. In der 4. Messreihe wurden zuletzt 203 Pflanzenschutzmittel, darunter 14 Metaboliten untersucht. Einige in der Liste aufgeführten PSM wurden nur im Rahmen eines Sonderprogramms 2018 (Kennzeichnung durch * in der Parameterliste) bzw. nur an den Messstationen Main / Bischofsheim und zum Teil an der Messstation Schwarzbach / Ginsheim (Kennzeichnung durch ** in der Parameterliste) analysiert.

Die Ergebnisse für den Zeitraum 2016 – 2018 sind in einem Gesamtdokument mit den vorherigen zwei Messreihen dargestellt (für den Zeitraum 2007 – 2009 siehe Historie).

Die aktuellsten Messungen stammen aus dem Jahr 2018. Dabei wurde das zweite Drittel der ausgewählten PSM-Messstellen auf 203 Pflanzenschutzmittelwirkstoffe, darunter 14 Metaboliten, beprobt. Die Standardprobenzahl lag unverändert bei 17. Die Messstationen Main / Bischofsheim und Schwarzbach / Ginsheim wurden monatlich zusätzlich auf die erweiterte Stoffliste untersucht.

Weitere Ergebnisse der 4. Messreihe stammen aus den Jahren 2016 und 2017.

Sonderprogramm prioritäre Stoffe 2018

Im Jahr 2018 wurden innerhalb des Sonderprogramms Prioritäre Stoffe an elf Messstellen (bzw. 13 mit Main / Bischofsheim und Schwarzbach / Ginsheim) weitere Parameter der Anlage 8 (Prioritäre Stoffe) in der Wasserphase gemessen. Darunter fallen 36 Pflanzenschutzmittelwirkstoffe, darunter 4 Metaboliten. Sowohl die Parameter, wie auch die Messstellen sind in der oben genannten Auswertungen mit einem * gekennzeichnet, sofern relevante Messwerte vorliegen.

Trendmessungen und Frachten an Main und Nidda, 1991 – 2018

Seit Anfang der 90er Jahre werden an der festen Messstation am Main (Mündungsbereich Rhein) und Nidda (Mündungsbereich Main) in Ein- bzw. Zweiwochenmischproben regelmäßig Pflanzenschutzmittelwirkstoffe und ausgesuchte Metaboliten untersucht.

Der Main wurde regelmäßig das ganze Jahr überwacht; die Nidda anfangs nur in der Hauptanwendungszeit von Pflanzenschutzmitteln vom März bis Juli und in Ausnahmefällen auch in den Herbst- und Wintermonaten (Anwendungszeit von Isoproturon im Wintergetreide). 2010 wurde und seit 2014 wird die Nidda regelmäßig das ganze Jahr überwacht; zu den Hauptanwendungszeiten wöchentlich, ansonsten monatlich.

Die Ergebnisse der PSM-Wirkstoffuntersuchungen sind getrennt nach der Messstation Main und Messstation Nidda tabellarisch zusammengefasst.

Wie in nachfolgender Abbildung beispielhaft an der Nidda, die durch ein intensiv ackerbaulich genutztes Gebiet fließt, zu sehen ist, zeigen die Frachten von vier häufig gefundenen PSM-Wirkstoffen bis zum Jahre 2011 einen stetigen Rückgang, seitdem verbleiben sie auf niedrigem Niveau. Es ist jedoch nicht ersichtlich, zu welchen Teilen dieser Rückgang einen Erfolg der Maßnahmen zur Reduzierung der Einträge darstellt, oder ob die Verdrängung einzelner Stoffe in der Anwendung (z.B. Sulfonylharnstoffverbindungen statt Isoproturon, Glyphosat statt Diuron) durch Ersatzstoffe ursächlich ist.