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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Historie

Landesweite und orientierende Messungen, 2004 – 2012

Um einen Überblick über die Belastung der hessischen Fließgewässer mit PSM zu bekommen, wurden 2004 und 2005 jeweils 122 Gewässermessstellen je 6-mal (4 Stichproben während der PSM-Anwendungszeit im Frühjahr und 2 Stichproben während der PSM-Anwendungszeit im Herbst) beprobt. Diese Proben wurden auf 94 PSM-Wirkstoffen und ausgewählten Metaboliten untersucht. Das Ziel dieser Untersuchungen war es, eine Auswahl der Messstellen für die ab dem Jahre 2007 erforderlichen operative Überwachung im Zuge der WRRL vorzunehmen. Da diese ersten, orientierenden Messungen nicht während des gesamten Jahres erfolgten, wie es die WRRL fordert, zeigen die Ergebnisse zwar die PSM-Belastungsschwerpunkte an, zur Ableitung weitergehender Maßnahmen sind sie jedoch nur beschränkt geeignet. Die in Hinblick auf das Ziel der WRRL, einen guten chemischen Zustand aller Oberflächengewässer zu erreichen, vorgenommene Defizitanalyse hinsichtlich PSM-Wirkstoffen, basierend auf den orientierenden Messungen 2004 / 2005 sind in der Karte Pflanzenschutzmittel 2004/2005 mit Kennzeichnung der Messstellen dargestellt. Die Ergebnisse zeigen zusammenfassend, dass vor allem Oberflächengewässer in Gebieten mit intensiver ackerbaulicher Nutzung und gleichzeitig einem hohen Abwasseranteil im Fließgewässer erhebliche PSM-Belastungen aufweisen.

Ab 2007 wurde in einem 3-jährigen Turnus pro Jahr je 1/3 der ausgewählten Messstellen gemäß den Vorgaben der WRRL beprobt. In der ersten Messreihe von 2007 bis 2009 wurden die Proben auf insgesamt 74 PSM-Wirkstoffen sowie ausgewählte Metaboliten untersucht. An einigen Messstellen wurden zur Reduzierung des Kostenaufwands und in Abweichung von den WRRL-Vorgaben orientierende Messungen mit nur insgesamt 8 Proben in der Anwendungszeit im Frühjahr genommen. Die reguläre Probenanzahl an den restlichen Messstellen lag bei 17 Messungen im Jahr (siehe Strategie).

2010 bis 2012 wurde die 2. Messreihe durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 108 PSM-Wirkstoffe, davon 9 Metaboliten untersucht.

Die Ergebnisse der PSM-Wirkstoffuntersuchungen aus den Jahren 2004 und 2005, 2007 bis 2008, 2009, 2010, 2011 und 2012 sind getrennt nach den Messstellen in Nord- und Südhessen tabellarisch zusammengefasst.

Messstellen Nordhessen 1N-58N

Messstellen Südhessen 1-64

Landesweite Messungen, 2013 – 2015

In den Jahren 2013 – 2015 wurde die 3. Messreihe durchgeführt. Die Standardprobenzahl lag bei 17 Messungen im Jahr (siehe Strategie). Eine Ausnahme bildet der Main (bis zu 63 Messungen im Jahr), die Nidda (32 Messungen im Jahr), sowie der Schwarzbach, der seit 2015 zwar nur 12 Mal jährlich, dafür aber in jedem Jahr beprobt wird. In der 3. Messreihe wurden 157 Pflanzenschutzmittel, darunter 14 Metaboliten untersucht. An der Messstelle Main / Bischofsheim wurden zusätzlich 29 Pflanzenschutzmittel, darunter 8 weitere Metabolite analysiert (erweiterte Stoffliste).

Um die räumliche Zuordnung zu vereinfachen, sind hier die Ergebnisse für den Zeitraum 2013 – 2015 für die Einzugsgebiete Main, Lahn, Weser und den Bereich des Hessischen Rieds getrennt dargestellt.

Landesweite Messungen 2016 und 2017

Im Jahr 2017 wurde das zweite Drittel der ausgewählten PSM-Messstellen auf 170 Pflanzenschutzmittel, darunter 14 Metabolite, beprobt. Die Standardprobenzahl lag unverändert bei 17, die Messstellen Main / Bischofsheim und Schwarzbach / Ginsheim wurden monatlich, allerdings auf eine erweiterte Stoffliste untersucht.

Im Jahr 2016 wurde das erste Drittel der ausgewählten PSM-Messstellen auf 170 Pflanzenschutzmittel, darunter 14 Metabolite, beprobt. Auch in diesem Jahr wurden die  Messstellen Main / Bischofsheim und Schwarzbach / Ginsheim auf eine erweiterte Stoffliste untersucht.