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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Orientierende Messungen gefährlicher Stoffe

Landesweite Untersuchungen auf organische Spurenverunreinigungen in hessischen Fließgewässern, Abwässern und Klärschlämmen

Zusammenfassender Abschlussbericht 1991 - 2003

Das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie hat seit Ende der 1980er Jahre bis zum Jahr 2003 in den hessischen Fließgewässern und in Abwässern Sonderuntersuchungen durchgeführt, um die Belastung mit organisch-chemischen Spurenstoffen beurteilen zu können. Diese Untersuchungen sind zu aufwendig, um sie landesweit an allen Routinemessstellen und mit hoher Probenahmefrequenz durchzuführen. Sie bieten jedoch eine Möglichkeit, sowohl das allgemeine Belastungsniveau als auch Belastungsschwerpunkte mit bestimmten Problemstoffen in hessischen Gewässern zu ermitteln. Ein Teil dieser Sonderuntersuchungen wurde unter dem Oberbegriff der „Orientierenden Messungen“ jährlich neu festgelegt. In der Regel wurden einmal pro Jahr an variierenden Probenahmestellen unterschiedliche Stoffe analysiert.

Vom Jahr 2001 an wurden außerdem umfangreiche Untersuchungen im Rahmen der Umsetzung der EU-Richtlinie 76/464/EWG (jetzt: 2006/11/EG) durchgeführt. Diese umfassten Analysen von etwa 200 Einzelparametern, die teilweise identisch sind mit den Stoffen, die bereits im Rahmen der orientierenden Messungen untersucht worden waren.

In der vorliegenden Arbeit werden die Ergebnisse dieser landesweiten Untersuchungen aus den Jahren 1991 bis 2003 nach mehreren Zwischenberichten erstmals zusammenfassend dargestellt und bewertet. Dabei werden die untersuchten Stoffe hinsichtlich ihrer möglichen Schadwirkungen und Quellen näher charakterisiert. Neben den Gewässern wurden auch Kläranlagen beprobt, um Hinweise auf die Eintragswege der Schadstoffe gewinnen zu können. Insgesamt wurden 303 Parameter aus 26 organischen Stoffgruppen untersucht. Die Proben stammen aus 36 großen wie kleinen Fließgewässern Hessens – vom Rhein bis zum Darmbach – sowie von 13 kommunalen und 10 industriellen Kläranlagen. Sowohl altbekannte Umweltchemikalien (z.B. die Dioxine) als auch Stoffe, die erst in den letzten Jahren in den Blickpunkt geraten sind ( z.B. die Moschus-Verbindungen oder die Massenchemikalie Bisphenol A) konnten in die Untersuchungen eingebunden werden. Einige, z.T. verbotene und schon in früheren Jahren nachgewiesene Schadstoffe wie z.B. die PCBs haben eine neue Aktualität im Zusammenhang mit den ihnen zugeschriebenen endokrinen Wirkungen erhalten.

Bei der Bewertung der hessischen Daten wurden die verschiedenen im Untersuchungszeitraum relevanten Zielvorgaben, Qualitätsziele und Qualitätsnormen einschließlich der Qualitätsnormen nach WRRL herangezogen. Zudem wurde, wo möglich, ein Vergleich mit den Daten aus anderen Bundesländern vorgenommen.

Der Bericht enthält in den Kapitel 1-5 allgemeine Informationen zum Untersuchungsprogramm wie eine Übersicht zu den Proben nach Stoffgruppen und Matrices, zu Probenahmetechnik und –zeiten (Kapitel 2), zur Analytik (Kapitel 3) , zu Probenahmestellen (Kapitel 4) sowie eine Übersicht zu den Bewertungsgrundlagen (Kapitel 5).

Die ausführlichen Erläuterungen, Beschreibungen und Bewertungen der zahlreichen Stoffe und Stoffgruppen finden sich in den insgesamt 26 stoffbezogenen Einzelkapiteln der Nummer 6.
Diese stehen jeweils separat als pdf zur Verfügung.


Das Kapitel 7 enthält eine umfassende Darstellung der Belastungen mit Spurenstoffen in kommunalen und industriellen Kläranlagen in Hessen.

Einzelne Analysenergebnisse sind nicht im Berichtsteil enthalten, sondern sind für die Jahre 1991 bis 2001 im File "Analysenergebnis" dokumentiert.
Weitere Ergebnisse für 2001 sowie sämtliche Daten für die Jahre 2002 und 2003 finden sich in den Datentabellen zur Umsetzung der EU-Richtlinie 76/464/EWG (jetzt: 2006/11/EG) finde sie auf der Seite "Umsetzung der Qualitätszielverordnung"