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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Chlorid im Grund- und Rohwasser

Chlorid ist ein Salzion, das in allen hessischen Grundwässern vorkommt. Es wird im wesentlichen aus natürlichen Salzen, besonders dem als Kochsalz bekannten NACl, im Gestein gelöst und im fließenden Grundwasser verteilt. In Mineralwässern sind die Konzentrationen meistens erhöht, in den Heilwässern sind sie relativ hoch und in Salzsolen sind sie so hoch, dass sie für industrielle Prozesse Verwendung finden. Die wichtigsten Quellen für Chlorid sind in Hessen die Steinsalzvorkommen des Zechstein.

Die Chloridkonzentration ist oft durch menschliche Einflüsse, besonders im oberflächennahen Grundwasser, erhöht. Als flächenhafte Quellen dafür sind z.B. die Streuung von Auftausalzen auf Wegen und Straßen, die Aufbringung von chloridhaltigem Dünger auf landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzten Flächen zu nennen. Auf ungedünkten Flächen betragen die Chloridkonzentrationen im Sickerwasser meist 2-40 mg/l, auf gedüngten Flächen häufig 40-80 mg/l.

Lokale Quellen sind z.B. Abwässer, die aus undichten Kanälen in den Untergrund gelangen, Versickerung aus Gewässern, die Abwasser von Kläranlagen führen, sowie Sickerwasser aus Ablagerungen und Deponien.

In der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) ist der Grenzwert für Chlorid auf 250 mg/l festgelegt.

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