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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Sulfat im Grund- und Rohwasser

Sulfat ist ein Salzion, das in allen hessischen Grundwässern vorkommt. Es wird im wesentlichen aus natürlichen Salzen im Gestein, vor allem Gips und Anhydrit, gelöst und im fließenden Grundwasser verteilt. In Mineralwässern sind die Konzentrationen meistens etwas erhöht, in Heilwässern können sie relativ hoch sein. Die wichtigsten Quellen für Sulfat sind in Hessen die Gips- und Anhydritvorkommen des Zechstein.

Die Sulfatkonzentration ist oft durch menschliche Einflüsse, besonders im oberflächennahen Grundwasser, erhöht. Die Verbrennung schwefelhaltiger Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas erzeugt große Mengen an Schwefeldioxid, die in die Atmosphäre emittiert werden und zum Teil im Niederschlag gelöst in den Untergrund gelangen. Durch die mineralische und organische Düngung gelangen beträchtliche Mengen an Schwefel bzw. Sulfat in den Boden, weshalb in Gebieten mit hohem Anteil an landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzten Flächen die Sulfatkonzentrationen deutlich erhöht sind. 

In der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) ist der Grenzwert für Sulfat auf 240 mg/l festgelegt. Falls die natürliche Sulfatkonzentration höher ist, kann der Grenzwert bis zu 500 mg/l betragen.

 

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