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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)

Die WRRL (Richtlinie 2000/60/EG) trat am 22.12.2000 in Kraft. Sie hat eine neue Dimension in der europäischen Gewässerschutzpolitik eröffnet. Über Staats- und Ländergrenzen hinweg sollen zukünftig die Gewässer durch ein koordiniertes Vorgehen innerhalb der Flusseinzugsgebiete bewirtschaftet werden.
Zentraler und langfristiger Ansatz der WRRL ist es, Wasser nur unter Beachtung von Nachhaltigkeitsgrundsätzen zu nutzen, wodurch die Ressource Wasser langfristig geschützt wird. Für das Grundwasser gilt es, einen guten mengenmäßigen Zustand und einen guten chemischen Zustand einzuhalten oder zu erreichen.

Die Umsetzung der WRRL erfolgt in einzelnen, aufeinander aufbauenden Schritten:

  • Charakterisierung und Beschreibung des Grundwassersystems und Abgrenzung von Grundwasserkörpern.
  • Einrichtung von Messnetzen zur Berichterstattung.
  • Festlegen von Qualitätsanforderungen (Qualitätsnormen) und Schwellenwerte für eine Reihe von relevanten Stoffen, sowie Ermittlung derer Konzentrationen in den Gewässern.
  • Benennung von WRRL-Maßnahmenräume und Umsetzung des Maßnahmenprogramms, falls der "gute Zustand" der Gewässer nicht erreicht ist.


Nähere Informationen können eingesehen werden im Grundwasserbeschaffenheitsbericht 2017 oder auf der Website http://flussgebiete.hessen.de/

Die meisten Grundwasserkörper wurden Aufgrund zu hoher Nitratkonzentrationen im Grundwasser in den schlechten chemischen Zustand eingestuft. Zur Karte chemischer Zustand der Grundwasserkörper geht es hier.

Die folgende Karte stellt die flächenhaften Nitratkonzentrationen auf Grundlage des landeseigenen Grundwassermessnetzes sowie des Rohwassermessnetzes dar.
Zu beachten ist, dass die überwiegende Anzahl an Rohwassermessstellen, die zur Trinkwassergewinnung herangezogen werden, in Waldgebieten liegen. Daher sind in diesen Grundwässern i.d.R. niedrigere Nitratkonzentrationen zu finden.