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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Grundwasserflurabstand im April 1988

Die Karte der Grundwasserflurabstände zeigt die Differenz zwischen Geländeoberfläche und Grundwasserspiegel des oberen Grundwasserleiters. Es sind die Standorte von Brunnen mit bedeutsamen Entnahmen eingetragen.
 

In der Nähe des Rheins gab es im Frühjahr 1988 bei einem lange anhaltenden Hochwasser die höchsten Grundwasserstände seit 1950. Das Grundwasser konnte nicht in den Rhein abfließen, und es bildete sich ein Rückstau bis zu 3 km landeinwärts. Im Bereich der gefluteten Altrheinarme wirkte die Aufspiegelung des Grundwassers sogar bis zu 5 km östlich des Rheins.
 

Es gab besonders in der Nähe von Gewässern Vernässungsschäden an Gebäuden und Bauwerken, und viele landwirtschaftliche Flächen waren überflutet und konnten nicht zeitgerecht bestellt werden. Dort, wo das Grundwasser in die Keller stieg oder zu feuchten Kellern führte, waren in der Regel diese Extremwerte bei der Planung unberücksichtigt geblieben. Damit Fehler dieser Art zukünftig vermieden werden, kann diese Karte zusammen mit den Karten April 2001 und April 1957 als Bemessungsgrundlage für Planungen verwendet werden. Da die Karten auf Stichtagsmessungen beruhen, sind sie aber nicht direkt als Bemessungsgrundwasserstand für Bauwerksabdichtungen zu verwenden. Für die „Ermittlung des Bemessungsgrundwasserstandes für Bauwerksabdichtungen“ hat der Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) e.V. das BWK Merkblatt 8 im Jahr 2009 herausgegeben. Das technische Regelwerk erläutert die konkreten Arbeitsschritte, die für die Ermittlung des Bemessungsgrundwasserstandes für Bauwerksabdichtungen erforderlich sind.

 

Für die Ansicht von Details, Vergrößerungen, Verkleinerungen sowie zum Ausdrucken steht die Karte im Adobe-Acrobat-Format (pdf) zur Verfügung: Download ca. 6 MB