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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Grundwasserhöhengleichen im April 2001

In der Karte sind die Grundwasserstände des oberen Grundwasserleiters als Linien gleicher Höhen bezogen auf die Meereshöhe Normal Null [m+NN] dargestellt. Außerdem sind die Standorte wichtiger Brunnen und Anlagen zur Grundwasseranreicherung eingetragen. Die Grundwasserströmung, die senkrecht zu den Höhenlinien fließt, ist generell von Osten nach Westen zum Rhein hin und im Norden nach Nordwesten zum Main hin gerichtet. In den Einflussbereichen der Grundwasserentnahmen ist der gerade Linienverlauf gestört, und die Linien biegen um die Brunnen herum.
 

Im Winter 2000/2001 stieg das Grundwasser infolge hoher Niederschläge in den Wintermonaten von November bis April besonders hoch an und bildete teilweise offene Wasserflächen. Der Höhepunkt wurde Ende Mai bis Mitte April erreicht, das war das höchste Niveau seit 40 Jahren.
 

Es gab Vernässungsschäden an Gebäuden und Bauwerken, und viele landwirtschaftliche Flächen waren überflutet und konnten nicht zeitgerecht bestellt werden. Dort, wo das Grundwasser in die Keller stieg oder zu feuchten Kellern führte, waren in der Regel diese Extremwerte bei der Planung unberücksichtigt geblieben.Damit Fehler dieser Art zukünftig vermieden werden, kann diese Karte zusammen mit den Karten April 1988 und April 1957 als Bemessungsgrundlage für Planungen verwendet werden. Da die Karten auf Stichtagsmessungen beruhen, sind sie aber nicht direkt als Bemessungsgrundwasserstand für Bauwerksabdichtungen zu verwenden. Für die „Ermittlung des Bemessungsgrundwasserstandes für Bauwerksabdichtungen“ hat der Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) e.V. das BWK Merkblatt 8 im Jahr 2009 herausgegeben. Das technische Regelwerk erläutert die konkreten Arbeitsschritte, die für die Ermittlung des Bemessungsgrundwasserstandes für Bauwerksabdichtungen erforderlich sind.

 

Für die Ansicht von Details, Vergrößerungen, Verkleinerungen sowie zum Ausdrucken steht die Karte im Adobe-Acrobat-Format (pdf) zur Verfügung: Download ca. 6 MB