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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Grundwasserhaushalt Hessen

Grundwasser ist Teil des Wasserkreislaufs. Niederschlagswasser fällt auf die Erdoberfläche, wo es teilweise wieder verdunstet, im Boden versickert oder direkt oberflächlichen Abfluss bildet. Den Vorgang bei dem Wasser in den Boden eindringt und zu Grundwasser wird nennt man Grundwasserneubildung. Grundwasser tritt an Quellen zu Tage und speist Bäche und Flüsse. Durch die Flüsse gelangt das Wasser in die Ozeane, wo es wieder verdunstet und als Niederschlag erneut in den Kreislauf eintritt.

In Hessen fallen im 30-jährigen Mittel (1971–2000) rund 845 mm Niederschlag pro Jahr. Im Landesmittel verdunstet rund 70 % des gefallenen Niederschlags (reale Verdunstung: 589 mm/a), die verbleibenden 30 % sind als Gesamtabfluss (256 mm/a) an den verschiedenen Abflussprozessen beteiligt. Vom Gesamtabfluss entfallen 155 mm/a auf den Direktabfluss und 101 mm/a auf die Grundwasserneubildung aus Niederschlag, d. h. nur 12 % des Niederschlags wird zu Grundwasser.

Eine ausführliche Behandlung des Themas findet sich in Kapitel 2 "Allgemeines zum Grundwasserhaushalt Hessens" (Seite 7 bis13) im Grundwasserbeschaffenheitsbericht 2017.