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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Wasser

Im Blickpunkt: Abkühlung im Sommer

Wasserqualität an hessischen Badeseen überwiegend ausgezeichnet. Ein Großteil hat geöffnet.

Das Arheiliger Mühlchen im Sommer

© HLNUG

Bei sommerlichen Temperaturen sorgen die Badeseen in Hessen für Abkühlung. Nach dem Corona-Lockdown dürfen sie seit dem 15. Juni – unter Auflagen – wieder genutzt werden. Ob von den Lockerungen Gebrauch gemacht wird, entscheiden die Betreiber in Abstimmung mit den lokalen Gesundheitsämtern. Derzeit steht ein Großteil der mehr als 60 hessischen EU-Badeseen für Besucher offen.

Voraussetzung für die Öffnung ist neben der Beachtung der allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln die Vorlage eines anlagenbezogenen Infektionsschutz- und Zugangskonzepts. Außerdem gelten folgende Vorschriften: Im Wasser und außerhalb, etwa auf der Liegewiese, darf sich nur eine Person pro fünf Quadratmeter aufhalten. Warteschlangen sollen vermieden, Umkleiden, Spinde und sanitäre Anlagen dürfen nur unter Beachtung der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts genutzt werden.

An den offiziell bei den Behörden angemeldeten Badeseen untersuchen die lokalen Gesundheitsämter kontinuierlich die Wasserqualität. Die Einstufung nach der EU-Badegewässerverordnung zeigt ein sehr positives Bild der EU-Badestellen – die hygienische Qualität war im Bewertungszeitraum 2016 bis 2019 überwiegend "ausgezeichnet".

Vom Schwimmen in unbewachten Flüssen und Seen, die nicht als Badegewässer ausgewiesen sind und nicht kontrolliert werden, wird dringend abgeraten. Durch hohe Temperaturen verbreiten sich Blaualgen, die Hautreizungen, Erbrechen und Übelkeit auslösen können. Generell wird das Baden in Flüssen und Bächen nicht empfohlen, da eingeleitete Abwässer, selbst wenn sie einen Reinigungsprozess in der Kläranlage durchlaufen haben, mit krankheitserregenden Keimen belastet sein können. Darunter können sich gegebenenfalls auch multiresistente Keime befinden. In Flüssen verursachen Schiffe teils gefährliche Strömungen.

Aufgrund des Wetters war der Andrang an den hessischen Seen zuletzt sehr hoch. Da Badegäste ihre Autos im Wald abgestellt und Rettungswege blockiert hatten, haben die Betreiber des Langener Waldsees das Gewässer bis auf Weiteres geschlossen. Auch weitere Seen sind von Überfüllung und Parkverstößen betroffen. Einige Seen haben nach der Corona-Pandemie erst gar nicht geöffnet. Besucher werden gebeten, sich vorab über die Gegebenheiten beim örtlichen Badesee-Betreiber und den zuständigen Gesundheitsämtern zu informieren.

Informationen zu den Badeseen in Hessen:

www.badeseen.hlnug.de