Nachhaltigkeit / Indikatoren
Das Konzept der Nachhaltigkeit, das auf die UNO-Konferenz für Umwelt und Entwicklung von Rio de Janeiro 1992 zurückgeht und auf Folgekonferenzen erneut diskutiert wurde, gibt das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung vor. Darunter versteht man eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generationen entspricht ohne dabei die Möglichkeiten zukünftiger Generationen einzuschränken. Mit den Sustainable Development Goals wurden 2015 die Zielsetzungen entscheidend weiterentwickelt und in der Agenda 2030 konkretisiert. Auch in der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (2018) werden die in der Agenda 2030 enthaltenen 17 globalen Nachhaltigkeitsziele aufgegriffen. Ein indikatorengestütztes Monitoring ist wesentlicher Teil der Nachhaltigkeitsstrategie.
Bereits seit dem Jahr 2008 setzt sich die Landesregierung in Hessen intensiv mit Nachhaltigkeitsthemen auseinander, zunächst über die Nachhaltigkeitsstrategie und mittlerweile im Rahmen der Nachhaltigkeitsallianz Hessen. Wechselnde Schwerpunktthemen werden mit konkreten Maßnahmen und Aktivitäten vertieft behandelt. Dabei stellt das Ziel- und Indikatorenset, das 2010 erarbeitet wurde und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt wird, eine wichtige Grundlage dar, um die Entwicklung in Hessen zu dokumentieren. In regelmäßigem Turnus werden in den Fortschrittsberichten die Ziele und Indikatoren unter Mitarbeit des HLNUG überprüft und aktualisiert. Die neuste Ausgabe des Fortschrittsberichts ist im Sommer 2025 erschienen.
Im Fachgebiet Nachhaltigkeit/Indikatoren des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie werden umweltbezogene Nachhaltigkeitsindikatoren ("Umweltindikatoren") sowie Klimawandelfolgenindikatoren erarbeitet und einer breiten Öffentlichkeit wie auch der Politik zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des Flechtenmonitorings ("Bioindikation Flechten") erfolgt eine vertiefte Betrachtung möglicher lufthygienischer bzw. durch den Klimawandel bedingter Auswirkungen.
