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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Aufgaben im Strahlenschutz

Radioaktive Stoffe und ionisierende Strahlung werden unter anderem in der Medizin, der Forschung und Lehre, dem Gewerbe und der Industrie sowie in der Kerntechnik genutzt. Unter Strahlenschutz werden Vorschriften und Maßnahmen verstanden, die den Menschen und seine natürliche Umgebung vor ionisierender Strahlung und ihren Auswirkungen schützen sollen.

Die öffentlichen Aufgaben des Strahlenschutzes werden in Hessen gemeinsam vom Hessischen Umweltministerium, den Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden bei den Regierungspräsidien und dem Dezernat Strahlenschutz beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) geleistet. An den Standorten Kassel und Darmstadt des HLNUG werden Radioaktivitätsmessstellen betrieben. Qualifizierte Analyseverfahren zur Aktivitätsbestimmung bilden die Grundlage für zuverlässige Bewertungen und Entscheidungen.

Überwachung

Die staatlichen Messprogramme zur Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt und in der Umgebung kerntechnischer Anlagen werden vom HLNUG durchgeführt. Sie dienen der kontinuierlichen Beobachtung und Beurteilung der radiologischen Situation in der Umwelt. Im Auftrag des Hessischen Umweltministeriums wird das Fernüberwachungssystem des Kernkraftwerkes Biblis betrieben. Links zu Ergebnissen aus den Messprogrammen und dem Kernkraftwerk-Fernüberwachungssystem finden Sie auf den nachfolgenden Seiten.

Landessammelstelle für radioaktive Abfälle

Für die sichere Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle, die in Hessen in der Forschung und Lehre, in der Medizin oder bei gewerblichen und industriellen Anwendungen anfallen, wird vom HLNUG die Hessische Landessammelstelle für radioaktive Abfälle betrieben. Abfälle aus dem Betrieb von Kernkraftwerken werden dort nicht gelagert.

Strahlenschutzkataster

In der Datenbank des Hessischen Strahlenschutzkatasters werden vom HLNUG alle hessischen Genehmigungen zum Umgang mit radioaktiven Stoffen und zum Betrieb bestimmter Anlagen, die ionisierende Strahlung aussenden, erfasst. Das Kataster unterstützt die zuständigen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden bei ihren Überwachungsaufgaben und das Hessische Umweltministerium bei der Erfüllung seiner Berichtspflichten.

Gutachten

Das HLNUG bietet für die Nutzer radioaktiver Stoffe gutachterliche Tätigkeiten an. Für Anwender umschlossener radioaktiver Stoffe werden Dichtheitsprüfungen an Strahlern durchgeführt und der Betrieb von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlen, vor allem Beschleunigern und Gammabestrahlungsanlagen, wird begutachtet. Auch der Umgang mit offenen radioaktiven Stoffen und die Freigabe von Umgangsbereichen nach Beendigung des Umgangs stellen einen Schwerpunkt der gutachterlichen Tätigkeit dar.

Notfallschutz

Bei Einsätzen aufgrund von Zwischenfällen mit radioaktiven Stoffen werden die zuständigen Behörden fachlich und mit Messtechnik vom HLNUG unterstützt. Schulungen zum Kompetenzerhalt werden für die Strahlenschutzfachkräfte der hessischen Landesverwaltung angeboten. Übungen zu Zwischenfällen mit radioaktiven Stoffen, bei denen Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Strahlenschutzfachkräfte beteiligt sind, werden regelmäßig vom HLNUG vorbereitet und durchgeführt.