Das hydrologische Winterhalbjahr 2025/2026 (November 2025 bis April 2026) war in Hessen insgesamt eher warm und trocken. Vor allem im November, Dezember, März und April fiel sehr wenig Niederschlag. Dies wirkte sich auch auf das Grundwasser aus: Knapp drei Viertel der Messstellen zeigen derzeit niedrigere Grundwasserstände als vor einem Jahr. Eine Phase mit höheren Niederschlägen erstreckte sich von Mitte Januar bis Ende Februar und führte an den Oberflächengewässern zu zwei Hochwasserwellen. Danach nahm der Durchfluss in vielen hessischen Flüssen und Bächen ab – Anfang Mai gab es an mehreren Pegeln Niedrigwasser. Mit der einsetzenden Vegetationsperiode und der trockenen Witterung nahm die Bodenfeuchte bis Ende April ab – in Südhessen standen Pflanzen schon vor Beginn des Sommers vielfach unter Trockenstress. Der in den letzten Tagen einsetzende Regen hat die Situation wieder entspannt. „Es ist nicht das erste trockene Frühjahr in Hessen, dies hatten wir in den vergangenen Jahren schon häufiger,“ sagt Prof. Dr. Thomas Schmid, Präsident des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG). „Auch war das Winterhalbjahr wieder einmal wärmer als im langjährigen Mittel. Wir sehen hier ganz klar die Auswirkungen des Klimawandels auf Hessen. Zudem steht das Wetter-Phänomen El Niño vor der Tür: Der kommende Sommer könnte – auch in Hessen – ein extremer werden.“
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