Im Gegensatz zu unseren heimischen Ameisenarten hält sie keine Winterruhe und ist auch noch bei niedrigen Temperaturen aktiv: Die Große Drüsenameise (Tapinoma magnum). Die aus dem Mittelmeerraum stammende Ameisenart breitet sich seit einigen Jahren in Deutschland aus und kommt mittlerweile auch in Hessen vor. Eingeschleppt wird sie durch den Pflanzenhandel – durch den Verkauf von Topfballen aus dem Mittelmeerraum, in deren Wurzelballen sie mittransportiert wird. Das Problem daran: Die Ameisenart bildet Superkolonien, die aus einer Vielzahl an unterirdisch verbundenen Nestern bestehen, Gehwege und Straßen unterhöhlen und Internet- und Stromkabel gefährden können. Wo sie auftritt, kann sie große Schäden verursachen. Für die erfolgreiche Bekämpfung eines Befalls, ist ein schnelles und professionelles Vorgehen entscheidend.
Aus diesem Grund startet das Land Hessen einen Bestimmungsservice für die Große Drüsenameise. Bei Verdacht auf ein Tapinoma magnum-Vorkommen können Bürgerinnen und Bürger ab sofort Fotos über das Meldeportal des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) hochladen und die Art sicher bestimmen lassen. Die Bestimmung erfolgt durch Expertinnen und Experten der Entomologie der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt.
Mehr dazu in unserer Pressemitteilung und auf hlnug.de/druesenameise.


