Heute wurden im Europäischen Parlament in Straßburg die Ergebnisse des Projekts ERMES-ii Rhein veröffentlicht – einer der bislang umfangreichsten grenzüberschreitenden Bestandsaufnahmen zu einem der wichtigsten Grundwassergewinnungsgebiete in Westeuropa. Dafür wurde das Grundwasser aus 1.497 Grundwassermessstellen auf 181 Einzelsubstanzen untersucht, die Ergebnisse sind als aussagekräftig für das Grundwasser im Oberrheingraben einzustufen: An 96 % der Messstellen wurde im Grundwasser mindestens ein Spurenstoff nachgewiesen und an 59 % wurde mindestens ein grenzüberschreitend festgelegter Qualitätswert für Trinkwasser überschritten. Die Grundwasserbelastung durch synthetische Spurenstoffe wie Pflanzenschutzmittelwirkstoffe und deren Metaboliten, PFAS-Verbindungen und Arzneimittelrückstände muss aufgrund der Ergebnisse als annähernd flächendeckend eingestuft werden. Zudem überlagern sich Spurenstoffe mit anderen flächenhaft auftretenden Schadstoffbelastungen wie z. B. Nitrat.
Über das Projekt:
Seit 1991 finden grenzüberschreitende Bestandsaufnahmen des Grundwassers im Oberrheingraben statt. Mit dem Projekt ERMES-ii-Rhein wurden dreizehn Partnerinstitutionen aus dem Oberrheingebiet koordiniert (Baden-Württemberg, Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft, Elsass, Hessen, Rheinland-Pfalz).
Links:
- Link zur Pressemitteilung
- Projektseite: ermes-rhin.eu
Weitere Informationen und Film auf hlnug.de: ERMES-ii-Rhein

