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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Meteorologische Kenntage

Hitzewellen und kalte Winter-
Das Auftreten von meteorologischen Kenntagen

Die am häufigsten verwendeten meteorologischen Informationen zum Klima sind Temperatur und Niederschlag. Diese meteorologischen Parameter haben vielfältige Auswirkungen auf andere Bereiche, wie zum Beispiel den Zustand und die Entwicklung von Flora und Fauna, aber auch Gewässer oder den Menschen.
Die Beobachtung von Temperatur und Niederschlag lässt Rückschlüsse auf Umwelt- und Klimaveränderungen zu. Weiterhin sind für Mensch und Natur Veränderungen des Klimas und das Auftreten von Extremen wie zum Beispiel Hitzeperioden von Bedeutung. Sogenannte Kenntage wie Sommertage oder Eistage sind charakterisiert durch Über- oder Unterschreitung eines bestimmten Schwellenwertes.
An einem Sommertag erreicht oder überschreitet die Tageshöchsttemperatur 25 °C und an einem heißen Tag, früher auch als Tropentag bezeichnet, erreicht oder überschreitet die Tageshöchsttemperatur 30 °C. Die Anzahl der Sommertage ist immer größer als die Anzahl der heißen Tage; beide werden häufig zur Bewertung eines Sommers herangezogen. Bei einem Frosttag liegt das Minimum der Temperatur unter 0 °C, wohingegen beim Eistag durchgehend Frost herrscht und die Temperatur stets unter 0 °C bleibt. Zur Beschreibung eines Winters wird überwiegend die Anzahl der Eistage herangezogen, ergänzt durch die Anzahl von Frosttagen.

Definition und Berechnungsweg
Die meteorologischen Kenntage, die durch die Über- oder Unterschreitung eines bestimmten Schwellenwertes charakterisiert sind, werden als Anzahl der Tage pro Jahr und als gleitender Mittelwert über einen Zeitraum von 30 Jahren dargestellt.

Hinweis zur Interpretation der Werte
Die durchschnittliche Anzahl der Sommertage stieg von 26 Tagen zwischen 1951-1980 auf insgesamt 40 Tage für den Zeitraum 1989-2018 an. Für die gleichen Zeiträume erhöhte sich die Anzahl der heißen Tage von 4 auf durchschnittlich 9 Tage. Das Jahr mit den bisher meisten Sommertagen (80) und heißen Tagen (24) war 2018.
Während zwischen 1951-1980 noch durchschnittlich 92 Frosttage und 26 Eistage auftraten, waren es zwischen 1989-2018 nur noch 81 Frost- und 19 Eistage. Die bisher meisten Frosttage traten 1955 mit 122 Tagen auf, 1963 gab es die höchste Anzahl von Eistagen (64).