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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Umweltindikatoren Hessen

Erneuerbare Energien

  1. Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch [%] [1]

  2. Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch [%] [1]

  3. Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch [%] [1]

 

Bedeutung

Die erneuerbaren Energien stellen neben der Energieeinsparung und der Steigerung der Energieeffizienz einen wichtigen Baustein in der Energiewende dar. Die bereits seit geraumer Zeit forcierte Nutzung von Sonne, Wind, Biomasse, Wasser und Erdwärme für die Bereitstellung von Strom, Wärme und Kraftstoffen soll weiter ausgebaut werden. Hierdurch wird ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet, da der Einsatz von fossilen Brennstoffen ersetzt und die Emission des klimaschädlichen Kohlendioxids vermieden wird. Über den Klimaschutz hinaus vermindern erneuerbare Energien die Abhängigkeit von Energieimporten, dienen - wegen der begrenzten Reichweiten von Kohle, Öl und Erdgas - der Ressourcenschonung und stärken regionale Wirtschaftskreisläufe.

Definition

Als erneuerbare Energien werden Energien aus Quellen bezeichnet, die entweder permanent vorhanden sind, sich kurzfristig von selbst erneuern oder deren Nutzung nicht zur Erschöpfung der Quelle beiträgt. Zu den erneuerbaren Energien zählen Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie, Biomasse (inkl. Deponie- und Klärgas), Biogas, aerothermische, geothermische, hydrothermische Energie, Meeresenergie und Geothermie. Dargestellt wird der Anteil erneuerbarer Energie am Primärenergieverbrauch, am (Brutto-)Endenergieverbrauch und am (Brutto-)Stromverbrauch.

Zu 1.) Anteil erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch
Der Primärenergieverbrauch ist der Verbrauch an primären Energieträgern, die noch keiner Umwandlung unterworfen wurden. Dazu zählen Stein- und Braunkohle, Erdöl, Erd- und Grubengas, aber auch die erneuerbaren Energien, Atomenergie sowie Abfälle, die zur Energiegewinnung verwertet werden. Der Verbrauch ergibt sich aus der Gewinnung dieser Energieträger im Land, den Bezügen und Lieferungen über die Landesgrenzen und aus den erfassten Lagerbestandsänderungen.

Zu 2.) Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch
Der (Brutto-)Endenergieverbrauch gibt Auskunft über die Verwendung der aus den primären Energieträgern erzeugten Energie (z. B. Strom oder Wärme) in Industrie, Verkehr, Haushalten und Gewerbe, Handel und Dienstleistungen unter Berücksichtigung des Eigenverbrauchs der Kraftwerke und der Transport- und Leitungsverluste.

Zu 3.) Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch
Der (Brutto-)Stromverbrauch setzt sich zusammen aus der Nettostromerzeugung, dem Austauschsaldo über die Landesgrenzen, dem Eigenverbrauch der Kraftwerke und den Netzverlusten. Der Stromverbrauch eines Landes berücksichtigt die Im- und Exporte.

Datenquelle

Die Daten für Hessen werden vom Länderarbeitskreis (LAK) Energiebilanzen berechnet. Die aufbereiteten Daten werden der Länderinitiative Kernindikatoren (LiKi) durch den Arbeitskreis Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder (AK UGRdL) halbjährlich zur Verfügung gestellt.

[1] Diese Indikatoren gehören zu einem gemeinsamen Satz von 24 umweltspezifischen Nachhaltigkeitsindikatoren (Umweltindikatoren) des Bundes und der Länder (siehe Länderinitiative Kernindikatoren – LiKi), der erstmals 2004 von der Umweltministerkonferenz beschlossen wurde (UMK-Indikatoren).