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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Geologie

Im Blickpunkt: Blick in die geologische Vergangenheit

Forschungsbohrung in Riedstadt

Inkoltes Holz

© HLNUG

Foto: In einer Tiefe von 253,8 bis 253,9 Metern kam Erstaunliches ans Tageslicht: ein Holzstück, das ein Alter von gut drei Millionen Jahren hat.

Wie sah es vor Millionen von Jahren im hessischen Ried aus und welche Schlüsse lassen sich für uns daraus ziehen? Eine Bohrung in bis zu 500 Meter Tiefe soll darüber Aufschluss geben. Anfang August startete bei Riedstadt-Erfelden westlich der Bundesstraße 44 das Forschungsprojekt des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG). Die Geologen untersuchen dabei, wie sich die Gesteinsschichten in der nördlichen oberrheinischen Tiefebene zusammensetzen und nutzen lassen.

Nachdem Zufahrtswege zur Ackerfläche und eine Bohranlage eingerichtet waren, begann die Bohrmannschaft, in den Untergrund vorzudringen: Mithilfe der Anlage bohrt sie vertikal in den Untergrund und fördert dabei Gesteine aus bis zu 500 Meter Tiefe ans Tageslicht. Dabei werden Bohrkerne gewonnen, die einen Durchmesser von zehn Zentimetern haben. Die Wissenschaftler im HLNUG können damit in die letzten 2,6 Millionen Jahre, die Quartärzeit, sowie in die jüngere Tertiärzeit blicken und analysieren, wie sich die Gesteinsschichten abgelagert haben. „Die Forschung bringt uns wichtige Erkenntnisse über die Geologie in Hessen und vervollständigt unser Bild“, erklärt HLNUG-Präsident Professor Thomas Schmid. „Damit können wir aktuelle Fragen zum Beispiel zu Erdbeben oder Erdwärme beantworten.“

Weiterführende Informationen:

Mehr Infos zum Projekt und dem aktuellen Stand

Pressemitteilung zum Start der Forschungsbohrung