Logo Land Hessen
Hessisches Landesamt für
Naturschutz, Umwelt und Geologie
Logo HLNUG
©slavlee / fotolia

Im Blickpunkt: Artenschutz in Zeiten des Artensterbens

Das Artensterben ist ein globales Problem – weltweit ist seit Jahrzehnten ein drastischer Rückgang der Artenvielfalt zu beobachten. Bis zu eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht, viele davon bereits in den nächsten Jahrzehnten. Wertvolle Ökosysteme sind zunehmend geschädigt. Durch die Zerstörung der Natur beraubt sich der Mensch seiner eigenen Lebensgrundlagen, denn was die Natur kostenfrei bereitstellt – Luft, Wasser, Nahrung, Medizin – ist für das Überleben der Menschheit essentiell. Artenschutz ist daher in unser aller Interesse.

Auch in Hessen leidet die Natur. Viele Arten – Pflanzen und Tiere – sind vom Aussterben bedroht und stehen kurz davor zu verschwinden. So ist zum Beispiel das Kleine Knabenkraut, früher eine der häufigsten Orchideen in Hessen, heutzutage stark gefährdet. Rund 29 Prozent aller Farn- und Samenpflanzen auf der hessischen Roten Liste sind hessenweit gefährdet, acht Prozent gelten als extrem selten. Pflanzen, wie das Zittergras, der Knöllchensteinbrech und die Wiesenmargerite, die früher in gut der Hälfte aller Wiesen vorkamen, findet man heute kaum noch. Auch 40 Prozent aller in Hessen vorkommenden Tierarten sind in den hessischen Roten Listen als gefährdet eingestuft. Zu den wesentlichen Gründen für den Rückgang der Biodiversität in Hessen gehören die Intensivierung der Grünlandnutzung, Pestizideinsatz, Stickstoffeintrag durch Düngung in der Landwirtschaft und aus der Luft sowie der Verlust von Kleinstrukturen im Offenland.

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie setzt sich seit Jahrzehnten für die Artenvielfalt ein. In zahlreichen Projekten fördert es den Erhalt bedrohter und seltener Tier- und Pflanzenarten. Über „Citizen Science“-Projekte können sich auch Bürgerinnen und Bürger aktiv am Artenschutz beteiligen.
Weitere Informationen zum Thema Artenschutz finden Sie auf unseren Internetseiten oder im NATUREG-Viewer Hessen.

Aktuelles

21.05.2019 Allgemeine Hochwasserlage Hessen: Durch den ergiebigen Dauerregen mit einzelnen Gewittern, kam es seit Montagabend in den Gewässern der ost- und nordosthessischen Bergländern zu einem starken Anstieg der Wasserstände. Vor allem im Oberlauf der Fulda, der Ulster und der Kinzig wurden Meldestufen überschritten (aktuell vereinzelt auch die Meldestufe 3).

16.05.2019 Wasserwirtschaftlicher Monatsbericht April 2019: Insgesamt betrug der Gebietsniederschlag in Hessen im April 32 l/m² und lag damit 38 % unter dem langjährigen Monatsmittel (Reihe 1981 - 2010).

13.05.2019Grundwassersituation im April 2019: Gegen Monatsende zunehmend sinkende Grundwasserstände und abnehmende Quellschüttungen auf überwiegend unterdurchschnittlichem Niveau.

03.05.2019  Studiogespräch bei alle wetter!: In der hier abrufbaren Sendung alle wetter! erläutert der Hydrogeologe Mario Hergesell die Grundwasserbilanz des zurückliegenden hydrologischen Winterhalbjahres. (Das Interview beginnt ab 00:06:55)

03.05.2019 Studiogespräch bei alle wetter!: In der hier abrufbaren Sendung alle wetter! beantwortet der Geowissenschaftler Benjamin Homuth Fragen zum Erdbebendienst in Hessen. (Das Interview beginnt ab 00:07:52)

30.04.2019 Stellenausschreibung: Im Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) ist ab sofort im Dezernat G 3 "Boden und Altlasten" in der Abteilung Geologie und Boden, Geologischer Landesdienst die Position einer technischen Sachbearbeiterin/eines technischen Sachbearbeiters (m/w/d) unbefristet zu besetzen.