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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Erdbeben in Hessen

Live- und Tagesplots


Die in dem aktuellen Seismogramm angegebene Zeit ist immer die Weltzeit (UTC, Universal Time Coordinated: UTC plus 1 Stunde ist MEZ - UTC plus 2 Stunden ist MESZ).

Falls es ein Erdbeben in Hessen gegeben hat, finden sie weitere Informationen dazu unter Aktuelle Ereignisse bzw. eine Beschreibung zu spürbaren Erdbeben unter "In Hessen gespürte Beben".

Wo gibt es Erdbeben in Hessen?

Die Erdbebenaktivität in Hessen wird mit seismischen Stationen des Hessischen Erdbebendienstes (HED) am HLNUG überwacht. Genauere Angaben zu den Stationen des Hessischen Erdbebendienstes finden sie unter Stationsnetz. Die Universität Frankfurt  (Facheinheit Geophysik) betreibt eine zum Deutschen Regionalnetz gehörende Erdbebenstation auf dem Kleinen Feldberg/Ts (Taunus Observatorium). Zusätzlich werden zur Zeit 7 Stationen im hessischen Teil des Oberrheingrabens in Zusammenhang mit dem Projekt SiMoN+ betrieben.

Die Erdbebenaktivität in Hessen konzentriert sich vorallem auf Südhessen, wo zahlreiche schwache Erdbeben unterhalb der Fühlbarkeitsschwelle registriert werden. Daneben erinnern aber auch immer wieder schwach fühlbare Beben daran, dass Oberrheingraben und Taunus tektonisch noch nicht völlig zur Ruhe gekommen sind.

Die seismische Aktivität im Oberrheingraben ist nicht auf die Grabenrandstörungen beschränkt, sondern füllt den gesamten Graben aus. Herausragend war in dieser Region, von Groß Gerau bis in den Odenwald der sogenannte Erdbebenschwarm von Groß-Gerau von 1869 bis 1871, als etwa 2000, meist schwache, Erdstöße beobachtet wurden. Im Taunus, mit einer Betonung auf dem Südrand und entlang des Mittelrheintals, wird eine weitere Erdbebenhäufung festgestellt. Eine Verteilung der Erdbeben in Hessen ist im Umweltatlas unter "Geologie und Boden" bei Erdbeben zu finden. Die zeitliche Entwicklung, wann es in Hessen wo gebebt hat, kann anhand eines Filmes nachvollzogen werden.

Die Erstellung des hessischen Erdbebenkataloges gibt einen Überblick über die Erdbebenaktivität in und um Hessen. Da sich Erdbeben nicht an Landesgrenzen halten, werden die Beben in Hessen und im Umkreis von 50 km außerhalb der Landesgrenze betrachtet (siehe Abbildung: Erdbebenverteilung in Hessen). Weitere Informationen zum hessischen Erdbebenkatalog können unter dem folgenden Kontakt bezogen werden.
 

Geologisch gesehen ist die Erdbebenaktivität eine Folge des Wechselspiels zwischen dem aus der Kollision von afrikanischer und europäischer Platte resultierenden Spannungsfeld und alten Bruchstrukturen. Allgemeine Erläuterungen zu Erdbeben, finden sie unter Fragen zu Erdbeben, wo die Begriffe zur Beschreibung eines Erdbebens erläutert werden.

Die Erdbebenaktivität im Nordosten unseres Landes ist an den Kalibergbau gebunden. Dabei handelt es sich allerdings nicht um gewöhnliche, so genannte tektonische Beben, sondern um Abbau bedingte Einsturzbeben in Kaligruben, wie beispielsweise den Gebirgsschlag vom 13.3.1989 in der Kaligrube Ernst-Thälmann im Kreis Bad Salzungen in Thüringen.

Erdbebengefährdung in Hessen

Das Stationsnetz des HLNUG ermöglicht die exakte Lokalisierung eines Bebens, auch das schwächste wird erfasst. Ziel des Netzwerkes ist die Präzisierung des Erdbebenrisikos für Hessen, auch wenn mit starken Beben in unserem Raum nicht zu rechnen ist. Empfindliche Bauwerke können so für mögliche Erschütterungen ausgelegt werden und außerdem werden Erkenntnisse über die geologische Entwicklung der Region gewonnen. Weitere Erläuterungen zum Thema Erdbebengefährdung in Hessen (und DIN4149 bzw. EUROCODE 8) finden sie unter Erdbebengefährdung. Im Umweltatlas können sie sich informieren, wie die Erdbebengefährdung in Hessen verteilt ist.

Sie haben ein Erdbeben in Hessen gespürt?

Wenn sie aktuell ein Erdbebenereignis in Hessen gespürt haben, können sie diese Beobachtungen unter Befragung und Kontakt mitteilen. Dort finden sie einen automatisierten Fragebogen. Alle Wahrnehmungen von Erdbeben sind wichtig. Diese Daten werden vom Hessischen Erdbebendienst zur Herstellung von Karten über die Auswirkungen eines Erdbebens (makroseismische Karten) verwertet.