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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Gebäudeheizung

Erhebungsmethode

Bei der Erhebung zur Emittentengruppe Gebäudeheizung werden die Emissionen aus Feuerungsanlagen erfasst, für die keine immissionsschutzrechtliche Genehmigung nach der 4. BImSchV benötigt wird. Die Feuerungsanlagen dienen überwiegend der Heizung und Warmwasserbereitung in privaten und öffentlichen Gebäuden, aber auch der Wärmeerzeugung im Industrie- und Gewerbebereich.

Im ersten Arbeitsschritt erfolgt die Ermittlung des Endenergieeinsatzes für die Sektoren private Haushalte und sonstige Verbraucher sowie seine Differenzierung nach einzelnen Energieträgern. In die Berechnungen geht eine Reihe statistischer Daten ein; hierzu gehören u. a. Strukturgrößen wie Gebäudegröße, Einwohnerzahl, Beheizungsart und die Mengenangaben zu den Energieträgern. Die unten stehende Tabelle, die sich als Resultat des ersten Arbeitsschritts ergibt, zeigt die Zusammensetzung der Energieträger innerhalb der Gebäudeheizung. Heizöl und Erdgas stellen die dominierenden Energieträger dar, Fernwärme trägt nur zu 5 % zum Endenergieeinsatz bei. Die Festbrennstoffe (Steinkohle, Braunkohle, Holz) weisen bei der Energiebilanz nur einen relativ niedrigen Anteil von ca. 6 % auf; dennoch leisten gerade sie einen erheblichen Beitrag zu den Gebäudeheizungsemissionen. Strom hat ab dem Jahr 2012 erhebungsbedingt einen höheren Anteil, da neben dem geringen Anteil an Heizstrom auch andere Energieeinsätze (zum Kochen, für Leuchtmittel, für Klimageräte und anderes) berücksichtigt werden.

Anteile der Energieträger am Endenergieeinsatz
1994200020062012

Heizöl

49,5 %

41,6 %

39,0 %

23,4 %

Erdgas

37,4 %

43,4 %

46,4 %

36,1 %

Strom

4,9 %

6,9 %

6,4 %

28,2 % 1)

Fernwärme

5,1 %

4,8 %

4,7 %

4,8 %

Festbrennstoff

3,0 %

3,3 %

3,5 %

7,5 % 2)

1)bis 2006 nur Heizstrom, 2012 alle Elektrogeräte, z. B. Klimageräte, Leuchtmittel, Kochen

2) enthält geringen Anteil erneuerbare Energieträger wie z. B. Solarthermie

 

In einem zweiten Arbeitsschritt werden die Emissionen, die durch den Einsatz der Brennstoffe Heizöl, Erdgas, Kohle und Holz in Feuerungsanlagen entstehen, aus dem Endenergieeinsatz mittels energieträgerspezifischer Emissionsfaktoren errechnet. Die Emissionen der Energieträger Strom und Fernwärme sind dabei den jeweiligen Kraft- und Heizwerken zugeordnet; soweit die betreffenden Feuerungsanlagen genehmigungsbedürftig sind, sind sie in der Emittentengruppe Industrie berücksichtigt worden.

Ab Ende der 70er Jahre sind Gebäudeheizungs-Emissionen in vier hessischen Untersuchungsgebieten erhoben worden. Landesweite Emissionsdaten für die Quellengruppe Gebäudeheizung liegen für die Jahre 1994, 2000, 2006 und 2012 vor und zwar aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den emittierten Stoffen der Emittentengruppe Gebäudeheizung.