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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Emittentengruppe Industrie

Emittierte Stoffe

Das Teilkataster Industrie umfasst Emissionen von anorganischen und organischen Gasen sowie von Stäuben. In der folgenden Tabelle sind die für 2000, 2004, 2008, 2012 und 2016 erhobenen Industrie-Jahresemissionen aufgeführt.

Jahresemissionen der Industrie in Hessen (2000 bis 2016)
KomponentenEmission [t/a]
 20002004200820122016
Anorganische Gase
Kohlendioxid (CO2)15.538.00014.013.00013.271.00012.262.33212.666.709
Kohlenmonoxid (CO)10.30610.3189.1936.8885.688
Stickstoffoxide (angegeben als NO2)16.35815.48511.63711.99111.834
Schwefeldioxid (SO2)4.7213.8082.9252.6492.177
Ammoniak (NH3) 2)8786825281
Lachgas (N2O)593382254251221
weitere Gase514451525409346
Organische Gase 
NMVOC1)5.0324.1694.1513.3323.059
Methan (CH4) 2)6933824537151.142
Stäube 
Staub und Staubinhaltsstoffe3.3892.6702.1281.9701.930
  davon Feinstaub PM102.2271.5501.183957963
  
1) flüchtige organische Verbindungen ohne Methan: Wert enthält geringen Methananteil
2) Emissionen aus Massentierhaltung sind nicht enthalten Stand: 04.2019
 

Das Emissionskataster Industrie ist das Teilkataster, das die größte Anzahl verschiedener Stoffe enthält. Die Stoffliste, aus der bei der Emissionserklärung die anzugebenden emittierten Stoffe ausgewählt werden, führt derzeit ca. 3.000 Einzelstoffe und Stoffgruppen auf. Das Teilkataster Industrie (2016) enthält 424 verschiedene Stoffe bzw. Stoffgruppen, die von den Betrieben emittiert werden. Von diesen 424 Stoffen sind ca. 60% den organischen Gasen, ca.30% den Stäuben und ca. 10% Prozent den anorganischen Gasen zuzuordnen.

Zeitliche Entwicklung

Die industriellen Schadstoffemissionen sind in den achtziger und neunziger Jahren stark gesunken. Besonders wichtige Maßnahmen in diesem Zusammenhang waren die Entschwefelung und Entstickung bei Großfeuerungsanlagen sowie generell die Modernisierung von Produktionsverfahren und Fortschritte bei der Abluftreinigung.

In den letzten Jahren Zeit erfolgten weitere emissionsmindernde Maßnahmen aufgrund einiger Verordnungen und Verwaltungsvorschriften wie die

  • Verordnung über Großfeuerungs- und Gasturbinenanlagen (13. BImSchV)
  • Verordnung über die Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen (17. BImSchV)
  • Verordnung zur Begrenzung der Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen bei der Verwendung organischer Lösemittel in bestimmten Anlagen (31. BImSchV)
  • Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft).

Wie in der Tabelle zu sehen ist, haben die Jahresemissionen von Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Staub bzw. PM10, NMVOC und Stickstoffdioxid seit 2000 weiter z.T. deutlich abgenommen. Allerdings stagnieren die Stickstoffdioxid-Emissionen seit 2008. Die Methan-Emissionen steigen seit 2004 kontinuierlich an.