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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Xylol

Xylol ist eine farblose Flüssigkeit mit aromatischem Geruch, die in Wasser unlöslich ist. Ein Xylolmolekül besteht aus einem Benzolring, an den zwei Methylgruppen gebunden sind; diese können sich an verschiedenen Positionen des Ringes befinden. Deshalb muss man zwischen drei Isomeren (Verbindungen mit unterschiedlichen Strukturformeln) unterscheiden: ortho (o)-, meta (m)- und para (p)-Xylol. Technisches Xylol stellt ein Gemisch aus diesen drei Isomeren dar. Im hessischen Messnetz werden standardmäßig m- und p-Toluol gemessen und als Summenwert angegeben.

Gewonnen wird Xylol vor allem aus der in Erdölraffinerien anfallenden Aromatenfraktion. Es wird als Lösungsmittel und als Ausgangsprodukt zur Kunststoffherstellung verwendet. Des Weiteren wird es Ottokraftstoffen zur Erhöhung der Oktanzahl zugesetzt. Der Kraftfahrzeugverkehr trägt am stärksten zur Immissionsbelastung bei.

Als Folge einer Xylolexposition treten Störungen im Zentralnervensystem mit unspezifischen Symptomen auf; hierzu zählen Kopfschmerzen, Übelkeit, Beeinträchtigung des Gleichgewichtssinns und der Sehfähigkeit sowie Reaktionsverlangsamung. Außerdem wirkt Xylol auf Atemwege und Augen reizend.

Der Richtwert vom Länderausschuss für Immissionsschutz (LAI) für Xylol beträgt 30 µg/m3 als Jahresmittel.

Den zeitlichen Verlauf der Xylol-Jahresmittelwerte an einzelnen Messstationen finden Sie in der Graphik. Die Konzentrationen weisen einen zurückgehenden Trend auf.

Gemessene Xylol-Konzentrationen: