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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Aktuelles

Altlasten-annual 2018

Im Altlasten-annual 2018 informieren wir über aktuelle Themen und Entwicklungen („DATUS – das Datenübertragungssystem zur Altflächendatei“; „PFC – Eine neue Stoffgruppe auch mit Altlastenrelevanz“). Weiterhin werden die Vorträge des HLNUG-Altlastenseminars 2018 veröffentlicht.

Das Altlasten-annual 2018 kann kostenfrei heruntergeladen werden oder als gedrucktes Exemplar bezogen werden.

Fachgespräche "Langlaufende Grundwassersanierungen"

In der 3. Auflage des Handbuchs Altlasten "Arbeitshilfe zur Sanierung von Grundwasserverunreinigungen" werden folgende Themen vertieft behandelt: Wie können Sanierungsziele abgeleitet werden? Wie kann die Verhältnismäßigkeit einer Maßnahme ermittelt und dokumentiert werden? Unter welchen Voraussetzungen können langlaufende Grundwassersanierungen beendet werden?

Zur Vorstellung und Diskussion dieser Themen fanden im Herbst 2018 und Frühjahr 2019 drei Fachgespräche statt. Die Unterlagen zu den Fachgesprächen stehen zur Verfügung.

 

Ableitung eines vorläufigen Geringfügigkeitsschwellenwertes (GFS-Wert) für 1,3-Dioxolan


Das flüssige, leicht flüchtige 1,3-Dioxolan dient zur Herstellung modifizierter Polyoxymethylen-Kunststoffe. Darüber hinaus findet es Anwendung als Lösemittel in Klebstoffen, Beschichtungen, Farben, Verdünnern und Farbentfernern sowie als Riechstoff in Parfüms, Kosmetika und Körperpflegemitteln. Die Produktionsmenge in der EU beträgt mehr als 1000 t/a.
Nach den Vorgaben der LAWA wurde ein vorläufiger Geringfügigkeitsschwellenwert für 1,3-Dioxolan in Höhe von 160 µg/l abgeleitet. Dieser Wert ist ebenso wie der GFS-Wert für das strukturell ähnliche 1,3,5-Trioxan humantoxikologisch begründet.

Der vollständige Bericht steht auf der Seite https://www.hlnug.de/?id=8305 zum Download zur Verfügung.

Neuauflage der "Arbeitshilfe zur Sanierung von Grundwasserverunreinigungen"

Seit 2008 hat sich das Handbuch Altlasten "Arbeitshilfe zur Sanierung von Grundwasserverunreinigungen" vielfach bewährt. Die Einstufung von Grundwasserschäden anhand der beiden Kriterien "gelöste Schadstoffmenge" und "Schadstofffracht" erwies sich als sehr praktikabel und fand bei Behörden, Gutachtern und Pflichtigen hohe Akzeptanz.

Sanierungsziel, Verhältnismäßigkeit, Beendigung von Sanierungen

In der nun vorliegenden dritten Auflage werden einige Themen umfangreicher dargestellt und präzisiert: Wie können Sanierungsziele abgeleitet werden? Wie kann die Verhältnismäßigkeit einer Maßnahme ermittelt und dokumentiert werden? Unter welchen Voraussetzungen können langlaufende Grundwassersanierungen beendet werden? Hierzu nennt die Arbeitshilfe Kriterien und stellt Werkzeuge zur Verfügung. Damit deckt die Arbeitshilfe die wichtigsten Fragestellungen bei Entscheidungen über Grundwassersanierungen ab, nämlich "ob", "wie" und "wie lange" zu sanieren ist.

Die Arbeitshilfe kann zum Preis von 10,- Euro bei der Vertriebsstelle des HLNUG bestellt werden:

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Weitere Informationen zur Arbeitshilfe

Geringfügigkeitsschwellenwerte (GFS-Werte) aus ökotoxikologischen Daten - Ausgleichsfaktoren nach TGD 2011 und TGD 2016

In den Technical Guidance Documents for Deriving Environmental Quality Standards (TGD) der Europäischen Union werden Regeln beschrieben, anhand derer Umweltqualitätsnormen (UQN) für chemische Stoffe abgeleitet werden können. Ferner bilden diese Richtlinien die Grundlage zur Ableitung von Geringfügigkeitsschwellenwerten (GFS-Werte) nach den Vorgaben der Bund-/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA). Zentrales Schlüsselelement dabei ist die Bestimmung von sog. Ausgleichsfaktoren, die in Abhängigkeit von Umfang und Güte der verfügbaren experimentellen Untersuchungsergebnisse ermittelt werden.

Die vorliegende Arbeit beschreibt detailliert die in den TGD beschriebenen Regeln und Anforderungen an ökotoxikologische Datensätze. Die dort auf ca. 200 Seiten auf Tabellen, Fußnoten, Zusatzerläuterungen und Anhänge verteilten Inhalte werden interpretiert, ins Deutsche übersetzt und zielorientiert in thematische Gruppen zusammengeführt. Zahlreiche Fallbeispiele erleichtern die zügige und transparente Ableitung eines angemessenen Ausgleichsfaktors in der Praxis.

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