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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Schienenverkehrslärm

Der Schienenverkehrslärm ist hessenweit nach dem Kfz-Verkehrslärm und dem Flugverkehrslärm eine weitere Lärmquelle, durch die sich viele Menschen belästigt fühlen. Dieser Lärmquelle kommt in Hessen eine besondere Rolle zu, da viele hessische Schienentrassen insbesondere nachts von einer Vielzahl von Güterzügen genutzt werden. Dadurch kommt es insbesondere in engen Ortsdurchfahrten wie z. B. im Mittelrheintal zu extrem hohen Lärmbelastungen für die dortige Wohnbevölkerung.

Der Lärmschutz gerade in den Nachtstunden, in denen ein besonderes Ruhebedürfnis besteht, stellt an den vielbefahrenen Güterverkehrsstrecken eine besondere Herausforderung dar.

Schienenverkehrslärm im Mittelrheintal

Die Anwohner des Mittelrheintals sind durch den Bahnverkehr erheblichem Lärm und Erschütterungen ausgesetzt. Diese gefährden sowohl die Gesundheit der an der Bahntrasse Wohnenden als auch den Tourismus im Rheintal.

Die Umwelt- und Verkehrsminister/Innen von Hessen und Rheinland-Pfalz vereinbarten im Februar 2010 das 10-Punkte-Programm „Leises Rheintal“, um verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltsituation zu koordinieren und zu konkretisieren. Darin wurde unter anderem die Einrichtung eines begleitenden Lärmmonitorings festgelegt.

Im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie im April 2010 eine Messstation in Rüdesheim-Assmannshausen zur Messung des Schienenverkehrslärms eingerichtet.